Herzlich willkommen beim Verband der Bundesforstbediensteten

im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst)

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Ausgabe 07-08/2015 (pdf)

BDF: Aus Liebe zum Wald - ökologisch - ökonomisch - sozial

 

Forststudium - und dann?

Sonderseiten zum BImA-Jubiläum

2005 - 2015

 

 

 

10 Jahre Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Der BDF Bundesvorsitzende Hans Jacobs mit weiteren Verbandsvertretern der Forstwirtschaft bei der Bundeskanzlerin


 

Der neu gewählte Vostand
Parl. Staatsekretär Jens Spahn (Mitte)
Gunther Brinkmann, Björn Wicks, Arno Fillies, Gitta Connemann, Cajus Caesar, Paul Johannes Fietz
Die Delegierten

Verbandstag BDF-Bundeforst in Berlin

 

Vom 15.-16.05.2017 fand in Berlin der Verbandstag des Verbandes der Bundesforstbediensteten im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst) statt.

Neben den üblichen Regularien wurden die Amtsgeschäfte an den neuen Vorsitzenden Arno Fillies und die übrigen Mandatsträger übergeben. Außerdem fanden Gespräche mit dem neuen BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz und dem Spartenleiter Bundesforst Gunther Brinkmann statt.

Im öffentlichen Teil nahmen außerdem der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen Jens Spahn und die Bundestagsabgeorrdnetetn Gitta Conneman und Cajus Caesar an der Veranstaltung statt. Themen waren das Aufgabenprofil von Bundesforst und die Befristungspraxis in der BImA.

Eine ausführliche Berichterstattung erfolgt demnächst in "BDF aktuell".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Verbandstag BDF-Bundesforst  2017

 

Wie bereits in der Aprilausgabe von „BDF aktuell“ vorangekündigt, findet im Mai der Verbandstag des BDF Bundesforst statt. Es erfolgt die Übergabe an den neu gewählten Vorstand und die Festlegung der Verbandsleitlinien für die neue Wahlperiode. Wir fordern hiermit alle Mitglieder auf, Forderungen an den Berufsverband möglichst über die jeweiligen regionalen Delegierten zu stellen.

Ablauf

Nur für Mitglieder:

15.05.2017      13:30-19:00 Uhr

16.05.2017      08:30-11:00 Uhr

Öffentliche Veranstaltung:

16.05.2017      10:30-14:00 Uhr

Motto: „Bundesforst im Wandel – vom speziellen Forstbetrieb zum Umweltdienstleister des Bundes

 

Gastredner: Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretärs beim BMF

Impulsreferat: Gunther Brinkmann, Leiter der Sparte Bundesforst (BImA)

Grußwort: Paul Johannes Fietz, Vorstandsmitglied BImA

 

Ort:                 Hotel Holiday Inn City East,

                        Landsberger Allee 203, 13055 Berlin

 

Wir bitten um zahlreiche Teilnahme und bitten die Mitglieder und Gäste bis zum 10.05.2017 um Anmeldung per Email an info@bdf-bundesforst.de.

 

Beitragserhöhung

 

Der BDF-Bundesforst beabsichtigt die Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Seit dem 10.10.2007 und damit fast 10 Jahren sind die Mitgliedsbeiträge nun unverändert. Die Erhöhung der Kopfbeiträge des dbb und des BDF Bundesverbandes wurden jeweils im laufenden Budget kompensiert. Ebenso die jährlichen Inflationsraten. Um handlungsfähig zu bleiben ist jetzt eine moderate Beitragsanpassung erforderlich. Es ist vorgesehen, dem Verbandstag eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um 1,-€ pro Monat in allen Beitragsstufen vorzuschlagen. Damit ist die Beitragshöhe bei vollem gewerkschaftlichem Leistungsumfang immer noch deutlich günstiger als in vergleichbaren Gewerkschaften. Auch die vom BDF in den vergangenen 10 Jahren erkämpften Einkommenserhöhungen im Bundesdienst rechtfertigen diese Beitragserhöhung.


 

Bei der Neuwahl aller Verbandsämter des BDF-Bundesforst am 18.04.2017 wurde durch den Wahlausschuss nachfolgendes Wahlergebnis festgestellt.

 

Gewählt sind:

 

Geschäftsführender Vorstand:

 

1. Vorsitzender:                                            Herr Arno Fillies

2. Vorsitzender:                                            Herr Björn Wicks

Geschäftsführer:                                         Herr Sebastian Bicher

Schatzmeisterin:                                         Frau Ursula Leykauf-Ahnert

Schriftführerin:                                             Frau Kathrin Müller-Rees     

 

Erweiterter Vorstand:

 

Laufbahnvertreter höherer Dienst:               Herr Alexander Krone

Laufbahnvertreter gehobener Dienst:         Herr Lutz Saling

Laufbahnvertreter mittlerer Dienst:              Herr Reiner Künstler

Vertreter der Tarifbeschäftigten:                    Herr Joachim Simon

Jugendvertreter:                                               Herr Christian Jeschke

Ruhestandsvertreter:                                      Herr Horst Klein

 

Delegierte:

 

Bezirk West-Mecklenburg/Holstein:              Herr Ulf Steinbrück

Bezirk Vorpommern/Strelitz:                            Herr Klaus Reimers

Bezirk Niedersachsen:                                     Herr Michael Becher

Bezirk Sachsen-Anhalt:                                    Herr Daniel Andrick  

Bezirk Berlin/Brandenburg:                             Herr Stefan Sondermann

Bezirk Nordrhein-Westfahlen:                         Herr Markus Vollmer

Bezirk Lausitz/Sachsen:                                   Herr Günther Körner

Bezirk Thüringen/Erzgebirge:                          Herr Christoph Kühne

Bezirk Hessen/Rheinland-Pfalz:                    Herr Ulrich Knuff

Bezirk Nordbayern:                                           Herr Christoph Spiekermann

Bezirk Südbayern:                                             Herr Lutz Saling

Bezirk Baden-Württemberg:                            Herr Walter Krug

 

Potsdam, 19.04.2017

 

Hans-Joachim Weber (Vors.)                       Sylvia Meyer              Hardy Schobel

 

Die Geschäftsübergabe an die neu gewählten Funktionsträger erfolgt während des Verbandstages am 15.05.2017 in Berlin. Anschließend erfolgt auch die Aktualisierung der Homepage.

Ich gratuliere allen geewählten Funktionsträgern zu ihrer Wahl und wünsche ihnen viel Erfolg bei der zukünftigen berufsständischen und gewerkschaftlichen Verbandsarbeit.

Gleichzeitig bedanke ich mich bei allen ausgeschiedenen Funktionsträgern für die teils sehr langjährige Verbandsarbeit und gute die Zusammenarbeit.

 

Ulrich Dohle, Vorsitzender

Paul Johannes Fietz (Foto: privat)
Axel Kunze (Foto: BImA)

Wechsel im Vorstand der BImA

 

Seit dem ersten Februar hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein neues Vorstandsmitglied: Paul Johannes Fietz folgt auf Axel Kunze, der nach fast neun Jahren bei der BImA in den Ruhestand gegangen ist.

Paul Johannes Fietz kommt aus dem Bundesministerium des Innern und leitete dort zuletzt die Abteilung Öffentlicher Dienst. Der 57-jährige Ministerialdirektor übernimmt mit der Zuständigkeit für die Sparten Verkauf, Portfoliomanagement und Bundesforst sowie den Stabsbereich Einkauf die gleichen Aufgaben wie sein Vorgänger. Gemeinsam mit Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb und Vorstandsmitglied Dr. Gert Leis bildet Paul Johannes Fietz dann die neue Dreierspitze der BImA.

Sein Vorgänger Axel Kunze begann seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied der BImA im März 2008. In seiner fast neunjährigen Amtszeit setzte er bedeutende Projekte um. Meilensteine waren die Entwicklung und der Verkauf von Konversionsliegenschaften sowie die Zentralisierung des Altlastenmanagements der BImA. Zudem brachte er die Thematik der Kampfmittelrisiken in den Fokus der Öffentlichkeit. Für die Sparte Bundesforst waren die Umsetzung des Regierungsvorhabens zum Nationalen Naturerbe und das Projekt 71 von besonderer Bedeutung. Der Verband der Bundesforstbediensteten hat die Zusammenarbeit der vergangenen neun Jahre mit Herrn Kunze als stets vertrauensvoll und konstruktiv empfunden. So hatten wir den Eindruck, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten berücksichtigt hat, dass die Sparte Bundesforst sowie der Wald und die vielfältige Natur als „lebendige Immobilie“ etwas Besonderes sind – ohne deren Implementierung in die BImA aus dem Fokus zu verlieren!

Der Verband gratuliert Herrn Paul Johannes Fietz sehr herzlich zur neuen Tätigkeit und verbindet damit die Hoffnung, die bisher gute Zusammenarbeit mit dem BImA-Vorstand hinsichtlich des Bundeswaldes und seiner wertvollen Naturausstattung sowie der diesen betreuenden Bundesforstleute weiter fortzusetzen!

 

U. D.


 

Die BImA – Ein gesundes Unternehmen?

 

Unter diesem Motto stand das Zieleforum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vom 16. bis 18. November in Bonn. Dabei ging es zunächst weniger um die wirtschaftliche Gesundheit des Unternehmens, sondern vor allem um das Wohlergehen der Beschäftigten! Aus ganz Deutschland reisten dazu rund 120 Führungskräfte der (BImA) an.

 

Wertschätzung und Zufriedenheit

 

Am ersten Tagungstag führte Dr. Jürgen Gehb in den Themenschwerpunkt „Die BImA – Ein gesundes Unternehmen?“ ein: „Im Mittelpunkt all‘ unserer Tätigkeiten steht der Mensch mit seinen Stärken, Talenten und Fähigkeiten, aber auch in seiner Verletzlichkeit und Fehlbarkeit und mit dem zutiefst verankerten Bedürfnis nach Sinnvermittlung, Anerkennung und Wertschätzung.“ Das Leitbild eines freundlichen, fairen Umgangs untereinander solle alle Hierarchieebenen erreichen – vertikal, horizontal und diagonal.

„Ein ehrliches motivierendes Lob, ein persönliches Gespräch statt ellenlanger E-Mails oder die umfassende Weitergabe von Informationen beugen Demotivation und innerer Kündigung vor“, führte Dr. Jürgen Gehb weiter aus. „So fördern wir langfristig ein vertrauensvolles Miteinander, Zufriedenheit, Freude an der Arbeit und gute Arbeitsergebnisse.“ Beim Aufbau eines professionellen Gesundheitsmanagements sei die BImA schon ganz gut aufgestellt, aber es gebe noch Verbesserungspotential.

 

Führung und Gesundheit im Fokus

 

Dieses Potential zu erkennen und Verbesserungen zu erarbeiten, gehörte zu den anschließenden Aufgaben: In sechs Workshops, die von externen Moderatorinnen und Moderatoren geleitet wurden, tauschten sich die Teilnehmenden aus, diskutierten und formulierten Handlungsempfehlungen.

Bei der Arbeit in Kleingruppen wurden Fragen besprochen wie „Was kann ich für die Gesundheit in meinem Team tun?“ oder „Wie bleibe ich als Führungskraft mit allen Herausforderungen gesund?“ Die weiteren Workshops widmeten sich der zentralen Funktion der Unternehmenskultur,  dem Zusammenhang von Führungskultur und gesundem Arbeitsklima sowie der Kommunikation als Gesundheitsthema.

In einer anschließenden Präsentationsrunde stellten alle Moderatoren die ersten Ergebnisse der Workshops vor. IT-Abteilungsleiter Rainer Mungenast, ehemaliger Vorsitzender des HPR, moderierte die Diskussion.

Auch Vorstandsmitglied Axel Kunze, geschäftsplanmäßig für die Sparte Bundesforst zuständig, widmete sich in seinem Redebeitrag dem Schwerpunktthema „Gesundheit“. „Wir müssen feinfühlig Bedürfnisse erkennen, um Krankheiten vorzubeugen“, sagte er. Im Kontext der Unternehmenskultur und insbesondere bei Veränderungen sieht er die Führungskräfte und den Führungsstil in einer zentralen Rolle.

Der BDF-Bundesforst begrüßt ausdrücklich das Motto des diesjährigen Zieleforums! Gerade bei den tendenziell eher schlechten Rahmenbedingungen der BImA wie zeit- und sachgrundbefristeten Arbeitsverträgen, kommt einer positiven Führungskultur ein sehr hoher Stellenwert zu, um gutes Personal möglichst lange an das Unternehmen zu binden und eine hohe Leistungsbereitschaft und Arbeitsqualität der Beschäftigten abzurufen. Hier sieht der Berufsverband an manchen Stellen durchaus noch viel Luft nach oben und teilt die Auffassung des Vorstandssprechers, dass es noch Verbesserungspotential gibt!

 

Organisationsreform

 

Vorstandsmitglied Dr. Gert Leis thematisierte in seiner Rede die nächsten Schritte der Organisationsreform. Er betonte, dass den Führungskräften in der Zeit der Veränderung eine wesentliche Rolle als Ansprechpartner zukomme. „Es ist die Aufgabe der Führungskräfte, alle Beschäftigten im Rahmen der Reform zu informieren, zu qualifizieren und zu begleiten.“ Aktuell stehe die Umsetzungskonzeption an, die in den eigens zu bildenden Umsetzungsgruppen erarbeitet werde. „In dieser Zeit spannen wir das System wieder stark an, denn diese Aufgabe muss zusätzlich zu dem Alltagsgeschäft geleistet werden.“ Er war jedoch zuversichtlich, dass die Umorganisation erfolgreich abgeschlossen werde. „Wir werden die BImA schrittweise aufs neue Gleis setzen“, schloss Dr. Gert Leis.

U. D.


 

Aus dem Hauptpersonalrat

 

Monatsgespräch mit dem Spartenleiter Bundesforst

 

Der Hauptpersonalrat (HPR) der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im letzten Monatsgespräch des Jahres den Schwerpunkt auf Themen der Sparte Bundesforst gelegt. Das Vorstandsmitglied Dr. Leis wurde von Frau Buchholz (ZEOP) und dem Spartenleiter Bundesforst, Herrn Brinkmann, begleitet. Im Fokus standen die Komplexe: Ausschreibungs- und Auswahlverfahren, persönliche Schutzausrüstung (PSA) auf Ebene der Revierleiter, KIPUmstellung und IT-Anbindung der

Waldarbeitsgruppen, sowie die Mitarbeiterförderung und das Aufstiegsverfahren nach §27 BLV.

 

Zentrale Stellenausschreibungen

 

Die derzeit gängige Praxis der externen Sammelausschreibung dient nach Aussage von Herrn Brinkmann und Frau Buchholz der schnellen Besetzung der vakanten Dienstposten mit befristet eingestellten Bewerbern und somit der Entlastung des Stammpersonals. BF

strebt an dieses Verfahren weiter zu optimieren.

Die Ausstattung der Tarifbeschäftigten und Beamten des forstlichen Außendienstes

mit PSA wird derzeit von der Abteilung PA bearbeitet. Der Entwurf einer Weisung soll die Zuteilung von sog. Basics wie Nässe- und Wetterschutz, Schuhwerk, Schnittschutz- und

Signalkleidung regeln. Die Notwendigkeit von Spezialausstattungen wie z.B. Wathosen oder Schwimmwesten, ergeben sich aus den Gefährdungsbeurteilungen, die vom Betrieb für

jeden Dienstposten/ jede Tätigkeit erstellt werden müssen. Diese Grundlagenarbeiten sollen, soweit noch nicht geschehen, zeitnah abgeschlossen werden.

 

IT-Ausstattung

 

Die KIP – Umstellung der Sparte BF wird, so hofft der Vorstand, bis Ende März

2017 vollzogen sein. Daran hängt auch die Ausstattung der Reviere mit Outdoor – Laptops und die Anbindung der WAG’s an das Intranet, das Informationssystem der BImA. Eruiert werden soll bis dahin, wie hier die ITLösungen in den einzelnen Betrieben aussehen kann. Dazu soll im Frühjahr eine Zwischenbilanz gezogen werden.

Die Geräteausstattung erfolgt dann auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsprüfung.

 

A12er Stellen im forstlichen Außendienst

 

Durch den Wegfall der A12er Stellen im forstlichen Außendienst fehlen hier

entscheidende Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Förderung ist dem Vorstand, nach Aussage von Dr. Leis, und der Spartenleitung sehr wichtig und die Notwendigkeit auch im

Bereich des gehobenen Forstdienstes tätig zu werden ist erkannt, wobei es gem. Dr Leis nicht um Masse sondern Qualität gehen muss. Die Verfahren für den Aufstieg vom mittleren in den gehobenen Dienst gehen vermutlich im nächsten Jahr weiter und die

Erfüllung der Versprechen aus der ’98 er – Reform stehen dann kurz vor dem Abschluss.

 

Fachkräfte für Arbeitssicherheit

 

Den letzten Themenbereich aus dem Bundesforst bildeten die forstlichen Fachkräfte für Arbeitssicherheit (FFASi). Die ausgewählten Kollegen haben in diesem Jahr das Aufstiegsverfahren nach §27 BLV erfolgreich abgeschlossen. Momentan erfolgt das Anmeldeverfahren für den fachlichen Teil der Ausbildung bei der Unfallversicherung

Bund Bahn. Die künftigen FFASi sollen im Laufe des nächsten Jahres die notwendigen Lehrgänge besuchen, damit die Einheit ab 2018 arbeitsfähig ist.

 

HPR BImA


 

Nationales Naturerbe: DBU übernimmt weitere 23 Flächen vom Bund

 

Der Bund überträgt weitere 23 Flächen des Nationalen Naturerbes an die gemeinnützige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die DBU Naturerbe GmbH. Am 28. Oktober wurde der Rahmenvertrag zur Übernahme der rund 9.000 Hektar in einer Feierstunde auf Schloss Sythen (Nordrhein-Westfalen) unterzeichnet. Die Flächen gehören zur 3. Tranche des Nationalen Naturerbes.

 

„Das Nationale Naturerbe ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte“, betonte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks bei der Vertragsunterzeichnung in Haltern. Über die vergangenen zehn Jahre hinweg sei es dem Bund gelungen, rund 156.000 Hektar –meist ehemals militärisch genutzte Liegenschaften – dauerhaft für den Naturschutz zu sichern und nicht etwa zu privatisieren. Die DBU Naturerbe GmbH übernimmt mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 die neuen 23 Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Insgesamt ist sie dann als Treuhänderin verantwortlich für den Erhalt und die Entwicklung auf 70 ehemaligen Truppenübungsplätzen mit rund 69.000 Hektar Fläche.

 

BImA als verlässlicher Partner

„Mit der Bundesanstalt und ihrem Geschäftsbereich Bundesforst hat die DBU einen langjährigen Wegbegleiter und verlässlichen Partner bei der Umsetzung vor Ort“, sagte Jens Spahn, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (BMF). Er vertrat die BImA, die Flächengeberin ist und im Geschäftsbereich des BMF angesiedelt ist. Zudem betonte Jens Spahn, dass es ihn freue, dass die DBU-Tochter den bestehenden Dienstleistungsvertrag mit der BImA erweitern wolle und so die Bundesförster weiterhin als Ansprechpartner und Dienstleister vor Ort tätig sein würden.

Mit ihren Unterschriften besiegelten Barbara Hendricks, Jens Spahn, Cajus Caesar, Vorsitzender des DBU Naturerbe-Beirates, sowie DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann die Übertragung im Beisein des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel und Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung wurden die Gäste zu einer Exkursion in die angrenzende Naturerbefläche Borkenberge geführt. Hier stellte Jürgen Rost, Leiter des Bundesforstbetriebes Rhein-Weser, dem Publikum die historischen und naturschutzfachlichen Besonderheiten des Areals vor.

 

Auf drei Flächen wird noch militärisch geübt

 

In dem Rahmenvertrag wurde festgehalten, dass auf drei Flächen weiterhin militärischer Übungsbetrieb stattfindet. Dies ist bei den Plätzen Schwanewede (Niedersachsen/Bremen), Dudenhofen (Rheinland-Pfalz) und Paderborn-Lieth (Nordrhein-Westfalen) der Fall. Der Besitz- und Eigentumsübergang dieser Flächen auf die DBU Naturerbe GmbH erfolgt nach Frei- und Rückgabe der Liegenschaften aus ihrer militärischen Nutzung. Erst dann werden die Liegenschaften auf Grundlage der formulierten Leitbilder entwickelt.

 

Gunther Brinkmann, Leiter des Geschäftsbereichs Bundesforst der BImA, freut sich über die engagierte und professionelle Arbeit seiner Mitarbeiterschaft im Nationalen Naturerbe sowie gelungene Rahmenvertragsunterzeichnung und betont: „Für die Organisation der Veranstaltung vor Ort sowie die Durchführung der Exkursion ist insbesondere dem gesamten Team des Bundesforstbetriebes Rhein-Weser zu danken.“


 

Neuwahlen BDF-Bundesforst

 

Im Verband der Bundesforstbediensteten im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst) stehen im kommenden Jahr turnusgemäß Neuwahlen für alle Ämter (Vorstand, Delegierte) an. Der geschäftsführende Vorstand hat bereits den Wahlvorstand berufen und den Wahltermin auf den 05.04.2016 festgelegt. Alle Mitglieder sind aufgefordert, sich bereits jetzt Gedanken über geeignete Kandidatinnen und Kandidaten bzw. eine eigene Kandidatur zu machen! Der Wahlvorstand wird das Wahlverfahren demnächst eröffnen.


 

BImA Organisationsreform: Feinkonzept beschlossen

 

Der Vorstand der BImA hat am 18.10.2016 das Feinkonzept zur Organisationsreform beschlossen und gleichzeitig –noch vor Beteiligung des Hauptpersonalrates- im Intranet veröffentlicht. Diese Vorgehensweise hat beim HPR zu Erstaunen und Irritationen geführt.  Nach Auffassung des HPR wird ihm und den von ihm einzubindenden Personalvertretungen damit verwehrt, innerhalb des Verfahrens die Belange der Beschäftigten vor einer Veröffentlichung einzubringen. Der HPR empfindet diese Vorgehensweise als eklatante Missachtung der gesamten Personalvertretungen! Mit dieser Vorgehensweise schließt die Dienststellenleitung seines Erachtens eine ordnungsgemäße Beteiligung aus und handelt hier nicht im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Dem BImA Vorstand steht die Entscheidung frei, wann er seine Beschlüsse und Konzepte zu Organisationsplanungen veröffentlicht. In so fern ist die Veröffentlichung zu diesem frühen Zeitpunkt kein Verstoß gegen das Beteiligungsverfahren und damit das Bundespersonalvertretungsgesetz, sondern eher eine Frage des Stils im Umgang mit den Personalvertretungen. Der BImA Vorstand hat sich nach eigenem Bekunden zu diesem Schritt entschlossen, um für maximale Transparenz zu sorgen und so möglichst schnell den Informationsbedürfnissen der Beschäftigten nachzukommen.


 

BImA-Vorstandsmitglied Axel Kunze erläutert gemeinsam mit Staatssekretär Florian Pronold und TV-Journalistin Nina Ruge, was sich hinter „StrÖff“ verbirgt. (Foto:BImA)

Bundesflächen: Vorfahrt für die biologische Vielfalt

 

Mitte September hat die Bundesregierung eine Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt auf Bundesflächen verabschiedet. Der Bund hat sich das Ziel gesetzt, diese auf seinen Flächen vorbildlich zu erhalten. Welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das Immobilienmanagement haben, besprachen Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) am 05.10.2016 auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München.

Unter dem Titel „Biologische Vielfalt – Biodiversitätsbelange auf Flächen des Bundes“ lud die BImA zum Gespräch auf die Münchener Immobilienmesse ein. Kern der Veranstaltung war die „Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsbelangen für alle Flächen des Bundes“ – kurz „StrÖff“ genannt . Florian Pronold und Axel Kunze diskutierten über die Auswirkungen der StrÖff auf das Immobilienmanagement. Die Fernsehmoderatorin und UN-Dekade-Botschafterin Nina Ruge moderierte die Runde (Anmerkung: Der Bund Deutscher Forstleute ist Mitglied in der Jury der UN-Dekade biologische Vielfalt).

 

Naturschutz groß geschrieben

 

„Wir gehen bei den eigenen Flächen des Bundes beim Erhalt der natürlichen Vielfalt mit gutem Beispiel voran", erklärte Florian Pronold. „Für die BImA wirkt sich das Strategiepapier vor allem auf das Management der Forst- und Naturschutzflächen, Truppenübungsplätze und Immobilien des Bundes aus“, ergänzte Axel Kunze. So sollen zum Beispiel reine Nadelwälder zu sogenannten klimaplastischen Mischwäldern entwickelt werden, einer Waldform, die an den Klimawandel besser angepasst ist.

Die Außenanlagen von Bundesimmobilien werden künftig vorrangig mit Bäumen und Sträuchern gestaltet, die regional auch heimisch sind. Als weitere Maßnahme wird die Beleuchtung der Gebäude und Freiflächen so modifiziert, dass die künstlichen Lichtquellen den Orientierungssinn nachtaktiver Tiere weniger stören.

 

BImA machts´ vor

 

„In unserem Geschäftsbereich Bundesforst verwalten wir rund 410.000 Hektar bundeseigene Forst- und Naturschutzflächen“, sagte Axel Kunze. „Und zusätzlich betreuen wir weitere Wälder und Offenlandflächen im Eigentum Dritter. Schon vor der StrÖff haben wir den Schutz der biologischen Vielfalt in sogenanten Leuchtturmbereichen intensiv verfolgt.“ Denn im Nationalen Naturerbe sind schon 156.000 Hektar ehemaliger Bundesflächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert worden. Auch das naturverträgliche Geländemanagement auf Truppenübungsplätzen ist so erfolgreich, dass 70 Prozent der Flächen Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind. Als zentrale Dienstleisterin für Immobilien des Bundes möchte die Bundesanstalt beispielhaft vorangehen und die StrÖff im Rahmen des Liegenschaftsmanagements auch auf die anderen Geschäftsbereiche der BImA vorbildlich erfüllen.

 

U. D.


 

Wer einsatzbereit sein will, muss einsatznah üben! Bundesforst sorgt für optimale Rahmenbedingungen.
Militärischer Übungsbetrieb und Naturschutz sind bei richtigem Flächenmanagement kein Gegensatz – ganz im Gegenteil!

Veränderte Sicherheitslage: neuer Truppenübungsplatz

 

Der 2011 zurückgestufte Bundeswehr-Übungsplatz Jägerbrück bei Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) wird von einem Standortübungsplatz wieder zu einem Truppenübungsplatz wieder hochgestuft und ausgebaut. Das verkündete Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Ende August bei einem Besuch der Panzergrenadierbrigade 41. Teile der Brigade sind derzeit unter anderem in Afghanistan und im afrikanischen Mali im Einsatz. "Die Sicherheitslage hat sich deutlich verändert", sagte die Ministerin. So habe es bei der Bundeswehrreform 2011 weder den Konflikt in der Ukraine noch die Bedrohungen durch den Islamischen Staat gegeben. Die Bewertung der geänderten Sicherheitslage hatte bereits im Jahr 2015 zur Neuaufstellung des Panzerbataillons 414 in Bergen geführt (siehe BDF aktuell 10/2015).

 

Veränderte Sicherheitslage

 

Jetzt gebe es wieder einen erhöhten Bedarf. "Die Übungsmöglichkeiten zu Hause entscheiden mit darüber, wie die Aufgaben im Ausland gemeistert werden", so von der Leyen. Seit der Herabstufung durfte auf dem Areal nur mit Übungsmunition geschossen werden, künftig soll auch wieder scharfe Munition eingesetzt werden. Zudem sollen auch befreundete Staaten wie etwa Polen auf dem Gelände üben.

 

Einer der größten Übungsplätze der DDR

 

Bis der Platz tatsächlich für größere Manöver genutzt werden kann, sind zunächst Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe nötig. Es sollen etwa 50 neue Dienstposten geschaffen werden, außerdem wird eine Berufsfeuerwehr stationiert. Damit vollzieht die Bundeswehr nach nur wenigen Jahren eine Kehrtwende. Zwischenzeitlich waren die Freiwilligen Feuerwehren der Region um Torgelow für die Absicherung des Geländes verantwortlich. Auch der zuständige Bundesforstbetrieb war durch die Herabstufung zu einem Standortübungsplatz vor große Probleme gestellt worden, denn auch die Feuerwerker (Munitionsfachpersonal) war mit Auflösung der Truppenübungsplatzkommandantur abgezogen worden. Das hat eine Bewirtschaftung großer Teilflächen deutlich erschwert und teilweise sogar verhindert.

Jägerbrück war schon in der DDR einer der größten Militärübungsplätze. Das gesamte Militärgelände ist rund 10.000 Hektar groß. Dort gibt es allein drei Kasernen.

 

Brigade nimmt an Nato-Übung in Polen teil

 

Zur Panzergrenadierbrigade 41 gehören knapp 5.000 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Dazu gehören Jägereinheiten und Panzergrenadiere in Torgelow und Hagenow (Kreis Ludwigslust-Parchim). Zudem bereitet sich die Brigade auf eine Nato-Übung im vierten Quartal in Polen vor.

Der Verband der Bundesforstbedienstet wertet das Vorgehen der Bundeswehr als Signal, zukünftig deutlich sorgfältiger mit ihren Flächenressourcen umzugehen. Übungsflächen für Bundeswehr und verbündete Streitkräfte sind nicht beliebig verfügbar oder wiederherstellbar. Es macht umweltpolitisch und wirtschaftlich auch wenig Sinn, schweres Militärgerät über mehrere hundert Kilometer zu verlegen, zu verschleißen und zusätzliche Energie zu verbrauchen, wenn Übungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe von Garnisonen zur Verfügung stünden. Das gilt zum Beispiel auch für den Truppenübungsplatz Senne (NRW): Falls die britischen Streitkräfte tatsächlich in ein paar Jahren dort abziehen sollten, sollte die Bundeswehr eine Folgenutzung durch eigene Verbände sicherstellen. Schließlich liegt der Truppenübungsplatz direkt am Großstandort Augustdorf, in dem eine ganze Panzerbrigade liegt. Durch eine weitere militärische Nutzung des naturschutzfachlich äußerst wertvollen Geländes, wäre dann auch dessen Erhalt dauerhaft gesichert!

 

U.D.


 

Arbeitsschutz: Keine Kompromisse!

 

An der sogenannten „Sauenschutzhose“ scheiden sich die Geister: „Steht sie dem Forstwirt zu oder nicht?“ Das Problem wurde durch den Hauptpersonalrat (HPR) im gemeinsamen

Gespräch im Juni 2016 am Beispiel eines Forstwirts mit dem BImA-Vorstand und ZEOP erörtert. Dieser wurde als Führer der Treiberwehr (mit Hunden) eingesetzt, aber die Ausstattung mit einer Sauenschutzhose blieb ihm durch den Bundesforstbetrieb verwehrt. Der HPR hat um eine Klärung hinsichtlich der Ausstattung der betroffenen Forstwirte

im Rahmen des Arbeitsschutzes gebeten.

Dr. Leis brachte in das Monatsgespräch im Juli nun folgendes Ergebnis mit: Der Arbeitsschutz ist Aufgabe des Arbeitgebers. Die Risikobewertung für die Tätigkeiten im Geschäftsbereich Bundesforst ist von den zuständigen Bundesforstbetrieben zu erstellen. Wird ein Beschäftigter mit einer Aufgabe betraut, ist er vom Betrieb auch mit den notwendigen Mitteln zur Gefahrenabwehr auszustatten. Das gilt auch bei angeordneten Einsätzen der Forstwirte als Jagdhelfer. In unserem Fall bedeutet das, dass der Forstwirt,

wenn er im Sauenrevier solche Aufgaben erfüllen soll, von Seiten des Betriebes u.a. mit einer Sauenschutzhose auszustatten ist! Das gilt im Übrigen auch für alle Beschäftigten, die im Jagdbetrieb zum Einsatz kommen aber natürlich grundsätzlich auch für alle anderen Tätigkeiten und Beschäftigtengruppen: Stehen geeignete Arbeitsschutzmittel zur Verfügung, sind diese vom Arbeitgeber bereitzustellen!

 

U.D.


 

Paketlösung für 178 Haushaltsstellen

 

Am 20.04.2016 hat der Vorstand der BImA eine Regelung zur Verwendung der 178 zusätzlich zugeführten Haushaltsstellen (E 9b – E 11 TVöD) beschlossen.

Hiermit sollen befristet Beschäftigte auf Arbeitsplätzen mit Daueraufgaben entfristet werden. Erklärtes Ziel ist, eine Personalmehrung zu erreichen.

Wissend um die prekäre Personalsituation in der Fläche hat der Hauptpersonalrat dieser einmaligen Paketlösung zugestimmt. Hierbei stand die in Rede stehende Personalmehrung im Mittelpunkt. D.h.: Entfristung von gut eingearbeiteten Beschäftigten

auf dringend benötigten Dauerarbeitsplätzen. Die Auswahl soll unter den befristet Beschäftigten statusgleich erfolgen. Sie ist regional beschränkt.

Zur Klarstellung: Alle anderen Ausschreibungsverfahren bleiben hiervon unberührt.

Die Sparte Bundesforst erhält aus diesem Paket 27 Stellen. Das ist durchaus erfreulich aber reicht nicht, um das bisher befristet eingestellte Forstpersonal dauerhaft an die BImA zu binden und im härter werdenden Wettbewerb mit anderen attraktiven Arbeitnehmern in der Forstbranche zu bestehen. Der BDF-Bundesforst erwartet, dass hier zeitnah entsprechende Zusagen des BMF erfolgen und die entsprechende Anzahl von Stellen, die durch Arbeitsvolumenermittlung und prozessorientierte Personalbedarfsermittlung (pPBE) belastbar errechnet worden sind, in den Bundeshaushalt eingestellt werden!

Leistungsbezahlung 2016

 

Der Vorstand der BImA hat beschlossen, auch im Jahr 2016 wieder an die Beamtinnen und Beamten sowie an die Tarifbeschäftigteneinschließlich der Beschäftigten im Geltungsbereich des TV Wald-Bund – einheitlich Leistungsprämien nach den Grundsätzen der Leistungsbesoldung der Beamtinnen und Beamten zu vergeben. Das Verfahren ist zur Jahresmitte angelaufen.

U.D.


 

Die Teilnehmer auf dem Adlerhorst des DBU Naturerbezentrums in Prora

Bundesforstsenioren auf Rügen

 

Wie im Weihnachtsbrief des Spartenleiters Bundesforst und im BDF - aktuell 1/16 angekündigt, fand das Ruheständler-Treffen vom  28.April bis zum 1. Mai  an  der Ostsee statt.  Als Tagungsort hatte der Organisator ein 4-Sterne Hotel im Herzen der Insel Rügen gewählt. Die Wiedersehensfreude war herzlich und  das Zusammengehörigkeitsgefühl von Anbeginn  zu spüren. 

Forstdirektor a.D. Jürgen Conrad konnte beim Beisammensein nach dem gemeinsamen  Abendessen im  Parkhotel RÜGEN auch den ehemaligen Chef der Bundesforst, Herrn Dietrich von Hirschheydt, mit Gattin begrüßen. Am 1. Tag der Exkursion brachte ein Bus alle Teilnehmerinnen und  Teilnehmer in die historische Altstadt von Stralsund. Vor  dem  1933 erbauten Segelschulschiff, der GORCH FOCK I, begann der sachkundige und eloquente Stadtführer Hartwig seinen Rundgang in der UNESCO-WELTERBE – Stadt. Der Stadtkern ist mit  seinem mittelalterlichen Grundriss fast unverändert erhalten, die Nicolaikirche zeigt die einzigartige Sakralarchitektur der Hansestädte.

Nachmittags stand der Besuch des Meeresmuseums auf dem  Programm.  Große Vitrinen zeigten zu den Themen Meeresbiologie, Korallen, Wale usw. alles Wissenswerte. Der ehemalige Chef des Bundesforstamtes Prora, Karl-Ernst Preuße, der Leiter des Bundesforstbetriebes Vorpommern-Strelitz, FD Thomas Schroeder mit Gattin und der Revierleiter  Frank  Bölke  nahmen  am gemeinsamen Abendessen teil.  Anschließend stellte FD Schroeder mit einer interessanten Powerpoint-Präsentation seinen  Bundesforstbetrieb vor: 20 Forstreviere, 48.ooo ha Gesamtfläche , davon 37.ooo ha Wald, 110 Beschäftigte, vorkommende Schalenwildarten: Rot-, Dam-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild. Sitz des Bundesforstbetriebes ist Ueckermünde.

Der 2. Tag der Exkursion begann am Naturerbezentrum der Deutschen Bundesstiftung  Umwelt (DBU) in Prora in der Nähe des Ostseebades Binz. Den Rundgang übernahmen FD Schroeder und seine Revierleiter Frank Bölke und Friedmann Schmitt. Das fast 2.000 ha große ehemalige militärische Sperrgebiet ist überwiegend mit Buchenwäldern bestockt. Höhepunkt war das Erreichen des Aussichtsturmes „Adlerhorst“ über den 1.250 m langen Baumwipfelpfad.

Belohnt wurden alle mit einem fantastischen Rundblick  über die Insel Rügen und die Ostsee (weitere Infos unter www.nezr.de).              

Das Nachmittagsprogramm bestand aus dem Besuch des Sassnitzer Stadthafens und des Städtchens Putbus. Im Stadthafen nahmen viele die Möglichkeit war, durch das britische U-Boot zu klettern. 2002 erfolgte die Verschleppung von Portsmouth nach Sassnitz und es ist seither Museumsschiff. Die ehemalige Fürstenresidenz Putbus nennt sich Rügens weiße Stadt.  Das Kaffeetrinken im  Rosencafe -Putbus war Pflicht. Der Abend endete mit einem Dia-Vortrag des ehemaligen Vorsitzenden des BDF-Bundesforst Dankwart Retzmann und der Danksagung an  Jürgen Cornrad, der durch seine exakten Planungen mit vielen Absprachen für den reibungslosen Ablauf gesorgt hatte. Das sonnige Wetter verschönerte die Tage. Nach dem gemeinsamen Frühstück am 1. Mai 2016 wünschte man sich ein gesundes Wiedersehen 2018 in Sachsen-Anhalt.

 

H. K.


 

Die Verhandlungsführer verkünden das Tarifergebnis
Bis auf Warnstreiks waren in der Einkommensrunde 2016 keine Arbeitskampfmaßnahmen erforderlich
Die dbb-Jugend kämpft für ein Ende der sachgrundlosen Befristungen

Tarifeinigung im TVöD: Mehr Geld für die Forstbeschäftigten beim Bund

 

Die Verhandlungsführer der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber haben sich in Potsdam in der dritten Verhandlungsrunde am 29.04.2016 auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Bundestarifkommission, der auch der BDF angehört, hat dem Tarifergebnis zugestimmt.

Die Eckpunkte der Einigung:

  • Lineare Entgelterhöhung ab 1. März 2016 um 2,4 Prozent und am 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent
  • Entgelterhöhung für die Auszubildenden ab 1. März 2016 um 35 Euro und ab 1. Februar 2017 um weitere 30 Euro (+ jährlichem Lehrmittelzuschuss von 50 Euro)
  • Neue Entgeltordnung im kommunalen Bereich ab 2017 (inklusive stufengleicher Höhergruppierung)
  • Flexible Absicherung der kommunalen Versorgungskassen (konkreter Nachweis des Bedarfs, paritätischen Finanzierung, Arbeitnehmerbeitrag bis 0,4 Prozent

Zum Gesamtüberblick des Tarifergebnisses geht es hier.

Der BDF begrüßt die Aussage des Innenministers, das die Tarifeinigung zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Bundes übertragen werden soll.

Wir haben aber leider nicht alle unsere Forderungen durchsetzen können:  Bei der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und bei der sachgrundlosen Befristung konnten wir die Arbeitgeber nicht von ihrem Irrweg abbringen. Bund und Kommunen schaden damit weiter der Attraktivität des öffentlichen Dienstes vor allem bei jungen Kolleginnen und Kollegen. Das wird sich angesichts der demographischen Krise noch rächen. der BDF-Bundesforst wird gegenüber der BImA und dem BMF weiterhin auf eine zeitnahe Lösung dieses Problems hinwirken!

U. D.


 

Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender BDF

Waldprogramm für Deutschland

 

Anlässlich des alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Forstgewerkschaftstages des Bund Deutscher Forstleute (BDF) stellte der neu gewählte Bundesvorsitzender Ulrich Dohle das Waldprogramm des Berufsverbandes vor. Als Wahlprogramm der Forstleute gibt es Antworten und Lösungsmöglichkeiten für das Spannungsfeld, in dem der Wald und die Forstleute stehen. Der BDF stellt jedoch auch klare Forderungen und will darüber den Diskurs mit allen Beteiligten führen. Angesichts der Vereidigung des neuen sachsen-anhaltinischen Landeskabinetts fordern die Forstleute ein klares Bekenntnis für mehr Personal. In einem Bundesland, in dem jahrzehntelang nur Personal gekürzt und niemand eingestellt wurde, ist dies ein klares Bekenntnis für den Wald und dessen nachhaltige Entwicklung und Erhaltung.

Der BDF als Forstgewerkschaft und Berufsverband aller deutschen Forstleute hat neu gewählt. Zur Wahl der neuen Bundesleitung gehört auch ein Wahlprogramm. Eine Agenda für die Arbeit der nächsten Jahre. „Für uns Forstleute, denen der Wald sehr am Herzen liegt, kann dies nur ein Waldprogramm sein“, so Ulrich Dohle, neue Bundesvorsitzender des BDF. Das Waldprogramm ist aus einem zweijährigen Diskussionsprozess mit den Forstleuten der Bundesrepublik entstanden. Es bildet die verschiedenen, teilweise divergierenden Interessen von Gesellschaft und Politik ab und erhebt klare Forderungen.

Der Diskurs darüber, was im Wald geschehen muss, für dessen Erhaltung, Weiterentwicklung und Nutzung, soll mit allen Beteiligten und den verschiedenen Interessengruppen geführt werden. „Wachsende Ansprüche an den Wald führen zu spürbar mehr Konflikten. Die vor uns liegenden Herausforderungen nehmen wir Forstleute gerne an. Die Begeisterung für unseren lebendigen Arbeitsplatz und das vielfältige, faszinierende Ökosystem Wald sowie den genialen nachwachsenden Rohstoff Holz geben uns Motivation und Kraft. Wir laden alle ein, sich mit uns für den Wald und der in ihm Beschäftigten einzusetzen“, macht Dohle deutlich.

Anlässlich des Deutschen Forstgewerkschaftstages in Halle Saale werden jedoch auch ganz konkrete Forderungen erhoben. Am gleichen Tag wie die öffentliche Veranstaltung des BDF findet auch die Vereidigung der neuen Landesregierung von Sachsen-Anhalt statt. Die Bedingungen für Forstleute und damit auch für den Wald waren in den letzten Jahren eher ungünstig. Für die Zukunft fordert der BDF in ggf. neu geschaffenen Strukturen, dass die Personal- und Finanzhoheit unabhängig vom zuständigen Ministeriumsressort ist. Der Wald braucht langfristige Strukturen und Ideen. Das Denken in Legislaturperioden und damit kurzfristigen Strategien ist im Wald nicht angebracht und schädlich. Schließlich wird auch die Einstellung neuen und jungen Personals gefordert, um gegenüber den Herausforderungen im Umgang mit dem Wald gewappnet zu sein. Der forstliche Personalstand ist nach Jahren von Kürzungen und fehlenden Neueinstellungen überaltert und reicht hinten und vorn nicht aus. Innovation, neue Lösungen und neue Erkenntnisse lassen sich nur mit ausreichend und gut qualifiziertem Personal im Wald umsetzen.


 

 

 

Ulrich Dohle (Mitte) mit der neuen BDF Bundesleitung
Björn Wicks (BDF-Bundesforst), Gunther Brinkmann (Spartenleiter Bundesforst), Georg Schirmbeck (Präsident DFWR), Ulrich Dohle (BDF Bundesvorsitzender), Arno Fillies (BDF-Bundesforst)

Bundesförster wird Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Forstleute

 

Anläßlich des DeutschenForstgewerkschaftstages in Halle (Saale)  vom 24.-25.04.2016 wurde der langjährige Vorsitzende des BDF-Bundesforst Ulrich Dohle zum Bundesvorsitzenden des BDF gewählt.

 

 

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des BDF:

 

 

Forstleute – Waldfrevler oder Schutzpatron

Unter diesem Motto trafen sich die VertreterInnen der deutschen Forstleute am 24. und 25. April in Halle Saale. Auf dem alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Forstgewerkschaftstag des Bund Deutscher Forstleute (BDF) wurde Ulrich Dohle als neuer Bundesvorsitzender einstimmig gewählt.

Thema der öffentlichen Veranstaltung war das Spannungsfeld, in dem Forstleute in der Öffentlichkeit stehen. Waldfrevler oder Schutzpatron. Tatsächlich haben es Forstleute mit immer steigenden Anforderungen der Gesellschaft und Politik zu tun. Die teilweise stark divergierenden Interessen müssen durch Forstleute ausgewogen und gemanagt werden. Sie sind daher auch zukünftig die wichtigste Schnittstelle im Wald und wesentlicher Garant der Nachhaltigkeit. Am vergangenen Wochenende trafen sich in Halle Saale die Spitzengremien des BDF, um eine neue Füh-rungsspitze der Forstgewerkschaft und des Berufsver-bandes zu wählen.

Der alle vier Jahre stattfindende Deutsche Forstgewerkschaftstag, der sich aus den Vertretern der Mitgliedsverbände des BDF zusammensetzt, formulierte auch Aufgabenstellungen als Auftrag für die neue Legislatur.

Als Ausdruck des Erfolges der Arbeit der vergangenen Wahlperiode und Vertrauen für die Zukunft kann die einstimmige Neuwahl von Ulrich Dohle als Bundesvor-sitzender gelten.

Neben ihm wurden auch seine vier StellvertreterInnen und der Schatzmeister in die neue Bundesleitung ge-wählt. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

•             Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender

•             Margret Kolbeck, Stellvertreterin

•             Henning Schmidtke, Stellvertreter

•             Matthias Schmitt, Stellvertreter

•             Sabine Wolter, Stellvertreterin

•             Frank Glor, Schatzmeister

 

„Ich freue mich über das so eindeutig ausgesprochene Vertrauen. Es ist für mich ein Zeichen, die eingeschla-genen Wege des scheidenden Bundesvorsitzenden Hans Jacobs weiter zu verfolgen und auszubauen“, so Ulrich Dohle. „Mit der neuen Bundesleitung hat der BDF eine sehr gut aufgestellte und schlagkräftige Speerspitze. Ich erwarte auch neue Ideen und innovative Ansätze im Engagement des BDF für die Forstleute und den Wald insgesamt.“

Zur öffentlichen Veranstaltung des Forstgewerkschaftstages kamen zahlreiche hochrangige Gäste aus ganz Deutschland. Im Mittelpunkt stand das Vortragstheater von Prof. Dr. Michael Suda mit dem Titel „Forstleute – Waldfrevler oder Schutzpatron?“. Das Spannungsfeld wurde damit eindrucksvoll und pointiert auf den Punkt gebracht. Ulrich Dohle sowie der Vorsitzende des Bun-destagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, MdB Alois Gerig (CDU), Frank Specht, Referatsleiter im Ministerium Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck und der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Klaus Dauderstädt, begrüßten die Gäste.

Die Herausforderungen im Wald sind so groß wie nie. Der Klimawandel will gemeistert, der Holzhunger gestillt und die Arten sowie Lebensräume bewahrt werden. Forstleute sind dabei Bewahrer der Wälder, Schutzpatrone oder Waldpolizisten.


 

BImA Personalratswahlen: Bundesforstleute wieder erfolgreich!

 

Der BDF-Bundesforst bedankt sich auf diesem Wege bei allen Wählerinnen und Wählern für das Votum und das Vertrauen in unsere Arbeit und die der Kandidaten der gemeinsamen Listen von BDF und IG BAU!

Es ziehen wieder 4 Forstleute zusammen in den Hauptpersonalrat ein!

Damit ist forstlicher Sachverstand in diesem Gremium erneut sichergestellt.

Dass das Ergebnis bei sinkender Belegschaft in der Sparte Bundesforst gehalten werden konnte, liegt mit Sicherheit auch an der überdurchschnittlich hohen Wahlbeteiligung der Beschäftigten im Bundesforstdienst. Das zeigt, dass die Bundesforstleute sich der Bedeutung der Personalratsarbeit bewußt sind und ihr berufliches Umfeld aktiv mitgestalten möchten.

Der BDF-Bundesforst wünscht allen Mandatsträgern im Hauptpersonalrat aber auch in den Personalvertretungen der Stufen viel Erfolg und stets eine glückliche Hand bei den nicht immer einfachen Entscheidungen!

Der Verband bedankt sich an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten, die auf unserem Listen kandidiert haben!

 

Nach der Wahl ist vor der Wahl!

 

Wie Sie alle sicher Wissen, dauert die Wahlperiode der nun gewählten Personalräte in der BImA voraussichtlich nur bis zum 31.12.2016 – falls der Beschluss des BImA-Vorstandes zur Organisationsreform der BImA so umgesetzt wird.

Wir alle sind aufgefordert, uns im Rahmen der Möglichkeiten, die das Bundespersonalvertretungsgesetz bietet, bereits jetzt Gedanke darüber zu machen, wie die zukünftige Struktur der Personalvertretungen auf den Ortsebenen ab dem 01.01.2017 aussehen könnte – zum Beispiel durch Verselbständigungsbeschlüsse der entsprechenden Teilbelegschaften. Dazu und zur personalvertretungsrechtlichen Übergangsstruktur gibt es aber durchaus auch noch einige offene rechtliche Fragen, die der HPR durch juristischen Beistand klären lassen will. Der BDF-Bundesforst wird rechtzeitig entsprechende Hinweise geben.

 

Das vollständige Wahlergebnis der Personalratswahlen ist im Intranet der BImA veröffentlicht.

 

U. D.


 

Dieter Neumann, RL, BFB Rhein-Weser
Andreas Weltring; RL, BFB Niedersachsen
Joachim Simon, RL, BFB Nördliches Sachsen-Anhalt
Rebekka Janson, RLin, BFB Trave

Personalratswahlen bei der BImA: Liste 1 „IG BAU / BDF“ wählen!

 

Am 17. März 2016 finden beim Bund wieder Personalratswahlen statt. So auch bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der Verband der Bundesforstbediensteten im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst) und die IG BAU bilden für die Wahl des Hauptpersonalrates in bewährter Form wieder gemeinsame Listen sowohl für die Gruppe der Beamten als auch der Tarifbeschäftigten.

Es handelt sich jeweils um die Liste 1 auf dem HPR-Wahlzettel mit dem Kennwort „IG BAU / BDF“.

Das Interesse zur Kandidatur ist nochmals kräftig gestiegen: Insgesamt kandidieren allein für den Hauptpersonalrat 35 Forstkolleginnen und –kollegen und bilden so ein starkes Team! Spitzenkandidat des BDF auf Listenplatz eins bei den Beamten ist der Kollege Dieter Neumann (Revierleiter, BFB Rhein-Weser). Ihm folgt der Kollege Arno Klappenberger vom BFB Hohenfels (RL). Weitere Kandidaten des BDF sind Andreas Weltring (RL), Timo Tönnies (Sachbearbeiter), Klaus Reimers (Funktionsbereichsleiter) Lutz Saling (RL), Ulrich Dohle (RL), Oliver Habelitz (RL), Detlev Riesner (RL) und Günther Körner (RL). Bei den Tarifbeschäftigten sind die Spitzenkandidaten die Forstwirte Peter Bäuml (BFB Hohenfels) und Frank Mellies (BFB Trave). Weitere Kandidaten des BDF auf der Liste der Tarifbeschäftigten sind Joachim Simon (RL), Rebekka Janson (RL), Ulf Steinbrück (SB), Frank Alisch (FoWi) und Christian Jeschke (RL). Alle Spitzenkandidaten haben bereits umfangreiche Erfahrungen in der Personalratsarbeit, sind gut vernetzt und haben als verlässliche Partner einen guten Ruf in der Belegschaft, im Gremium der HPR und auf Seiten des Arbeitgebers. Aber auch auf den weiteren Listenplätzen konnten viele weitere kreative Köpfe aus allen Ebenen (Bundesforstbetriebe und Zentrale) und unterschiedlichen Funktionen sowie Regionen der Sparte Bundesforst gewonnen werden. Dadurch ist sichergestellt, dass vielfältige Interessen in den Meinungsbildungsprozess für zukünftige Entscheidungen einfließen können.  

Den Wahlwerbeflyer mit Programm und allen Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie hier.

 

Wählen gehen!

 

Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, ob Bundesforstleute weiterhin meinungsstark die Interessen Ihres Berufsstandes vertreten werden. Machen Sie also von Ihren Wahlrecht Gebrauch und schenken Sie wieder den Kandidatinnen und Kandidaten des BDF und der IG BAU Ihr vertrauen! Wählen Sie die Liste 1 „IG BAU / BDF“! Sprechen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Umfeld aktiv an und machen Sie auf die Wichtigkeit der Wahl aufmerksam. Werben Sie offensiv für unsere Forstlisten! Die traditionell hohe Wahlbeteiligung der Bundesforstleute soll sich auch diesmal wieder auszahlen. Es kommt auf jede Stimme an!

 

Und in den Direktionen?

 

Auch in den meisten Direktionen sowie verselbstständigten Dienststellen kandidieren Forstleute auf verschiedenen Listen für die dort zu wählenden Personalräte und Gesamtpersonalräte. Teils ebenfalls auf gemeinsamen Listen mit der IG BAU, teils auf gemeinsamen Listen mit der Fachgruppe BVV des VBOB oder in anderen Konstellationen. Informieren Sie sich rechtzeitig im Intranet der BImA und wählen Sie auch dort die Listen mit den Forstleuten, damit auch zukünftig die Forstpartie dort wieder ein starkes Gewicht hat!

 

Und was ist mit den sogenannten „freien Listen“?

 

Auch bei der jetzt anstehenden Personalratswahl treten wieder sogenannte „freie“ oder „unabhängige“ Listen an. Der BDF-Bundesforst begrüßt es ausdrücklich, dass sich möglichst viele Listen zur Wahl stellen und die Beschäftigten somit vielfältige Auswahlmöglichkeiten haben! Diesem demokratischen Wettbewerb stellen wir uns gerne!

Die Wählerinnen und Wähler sollten jedoch genau hinschauen, bevor sie ihr Kreuz möglicherweise an der falschen Stelle machen! Einige werben damit, dass sie unabhängig von Gewerkschaftsvorgaben und Fraktionszwängen sind. So kann man es natürlich auch positiv ausdrücken, wenn man kein Programm und kein Konzept hat. Viel wichtiger ist allerdings nach unserer Meinung, dass man als potenzielles zukünftiges Personalratsmitglied unabhängig von etwaigen Vorgaben des Arbeitgebers ist!  Bei Listen, die ausschließlich aus Beschäftigten der Zentrale bestehen, sollte man das zumindest kritisch hinterfragen! Ebenso bei Kandidaten, die im Stabsbereich für Organisations- und Personalangelegenheiten einer Sparte beschäftigt sind. Wir vertrauen hier auf die objektive Urteilsfähigkeit unserer Wählerinnen und Wähler.

 

U.D. 


 

 

KWF-Tagung 2016: Eintritt für BDF-Mitglieder vergünstigt!

 

Als besonderen Service bieten wir für unsere Mitglieder wieder vergünstigte Eintrittskarten zur diesjährigen KWF-Tagung in Roding (09.06.- 12.06.2016) an.

Für nur 17,00 Euro (statt 35,- €) können Sie das größte Forsttechnikevent des Jahres weltweit einen Tag lang besuchen.

Jede Tageskarte kostet 17 €. Sollten Sie die KWF Tagung mehrere Tage besuchen wollen, brauchen Sie für jeden Tag eine eigene Karte.

(Sammel-)Bestellungen sind über Ihren BDF Landesverband, den BDF Bundesforst oder die BDF Bundesgeschäftsstelle in Berlin möglich.

Wie kommen Sie an Ihre Karten?

  1. Bitte avisieren Sie Ihre Bestelllung per
    E-Mail: info@bdf-online.de oder
    Telefon unter 030 / 4081 6700
    und geben Sie bitte die Versandadresse an.
  2. Überweisen Sie den Betrag für Ihre Karten
    auf dieses Konto: Empfänger: BTB / BDF GbR; bei der BB Bank; IBAN: DE60 6609 0800 0003 1150 89
  3. Bitte geben Sie als Verwendungszweck an:
    Anzahl der gewünschten Karten, Name
  4. Nach Eingang des Geldes werden Ihnen Ihre „Kundenkarten“ zugeschickt, die Sie dann an der Tageskasse gegen eine Eintrittskarte umtauschen.
  5. Falls Sie zusätzlich an einer Fachexkursion teilnehmen wollen, zahlen Sie vor Ort an der Kasse noch den Zuschlag von 15,- Euro. Eine vorherige Anmeldung zu den Fachexkursionen ist nicht nötig!

Weitere Informationen, wie z.B. den Lageplan, erhalten Sie unterhttp://www.kwf-tagung.org.

Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Tag auf der KWF Tagung !

Bitte besuchen Sie den BDF-Stand im Freigelände! Sie finden uns beim „Branchenauftritt Forst- und Holzwirtschaft“.
 


 

Lutz Freytag (Hintergrundinformationen zur Person im nebenstehenden Text)
Meßfahrzeug von Bundesforst mit sSCale“-System der Firma Dralle

Holzvermessung auf dem Prüfstand: Fotovermessung erstmals geeicht

 

In Deutschland ist kurz nach Verabschiedung der RVR ist die komplette Holzvermessung auf dem Prüfstand. Sämtliche Verfahren und Geräte werden durch den Regelermittlungsausschuss der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) geprüft. Bei der fotooptischen Vermessung von Rundholz wurde ein erster wichtiger Meilenstein erreicht.

 

Forstmann Lutz Freytag ist Mitglied des Ständigen Ausschusses zur Rahmenvereinbarung Rohholzhandel (RV)R und seit fünfzehn Jahren rund um den Holzmarkt tätig: In der Zellstoffindustrie, im Holzhandel, der Bioenergiebranche und seit vier Jahren als Leiter des Fachgebietes Absatz in der Zentrale Bundesforst Abt. Produktion und Absatz in Berlin. Er kennt die Marktmechanismen, Akteure und ihre Strategien von allen Seiten. Wir haben Lutz Freytag nach der Zukunft der Holzvermessung am Beispiel der Fotovermessung gefragt.

 

BDF aktuell: Herr Freytag, bitte schildern Sie uns, wie die Fotovermessung funktioniert.

Lutz Freytag: Bei der Raummaßermittlung von Fix-Längen rechnen wir Polterfrontfläche mal Holzlänge. Je nach Hersteller werden mit Mono- oder Stereokameras Bilder von der Polterfront erstellt und  zu einer Art Panoramabild zusammengefügt. Die Systemsoftware legt auf dem Bild eine Linie als Polygon um die Polterfront. Dann wird die exakte Fläche berechnet und gleichzeitig Stückzahl, Geokoordinate, Stärkeklassenverteilung und Dichtefaktor, also das Verhältnis von Raummaß zu Festmaß ermittelt. Das System erstellt in wenigen Minuten ein Dokument mit allen Informationen plus Lagekarte. Man kann es entweder sofort per E-Mail versenden oder automatisch nach Verlassen des Funklochs im Wald. Es gibt ein fahrzeugbasiertes System der Firma Dralle und Handgeräte wie zum Beispiel Smartphones des Start-ups FOVEA.

 

BDF aktuell: Welche Anforderungen haben Sie an Vermessungsverfahren für Holz?

Freytag: Jedes Holzmessverfahren muss vier Hauptkriterien erfüllen: 1. Genauigkeit, 2. Transparenz,  3. Effizienz und 4. rasche Datenverfügbarkeit. Keines dieser Kriterien kann ein anderes ersetzen, das halte ich für sehr wichtig. Beispielsweise darf die Genauigkeit nicht auf Kosten der Transparenz gehen. Als Holzvermarkter lege ich größten Wert darauf, dass die Vertragsverhandlungen am Tisch stattfinden und nicht über das Holzvolumen oder die Qualität letztlich am Holzpolter erfolgen. Wenn an der Waldstraße eine abweichende Holzqualität mit dem Maß ausgeglichen wird, so ist das weder transparent noch zielführend. Es ist dann korrekt, mit differenzierten Preisen zu arbeiten.

 

BDF aktuell: Ist die Fotovermessung von Rundholz erlaubt und darf man sie nach Einführung der RVR anwenden?

Freytag: Die Physikalisch Technische Bundesanstalt hat im Januar die eichrechtliche Konformität für drei Einzelgeräte der Firma Dralle bestätigt: Das sind die Messwagen von Bundesforst, Thüringen Forst und vom Landeszentrum Wald in Sachsen-Anhalt. Diese Einzelzulassungen sind ein wichtiger Anfang, die zeigen, dass Fotovermessung offenbar grundsätzlich eichbar ist. Ich bin froh, dass nun erste Systeme zur Verfügung stehen, die auch die Anforderungen der Rahmenvereinbarung Rundholzhandel (RVR) erfüllen und glaube, dass die Eichung weiterer Geräte auch anderer Hersteller bald folgt.

 

BDF aktuell: Warum überhaupt Fotovermessung? Was fehlt Ihnen an den klassischen Messverfahren?

Freytag: Der Löwenanteil des Holzes in Deutschland wechselt an der Waldstraße den Besitzer. An diesem Punkt muss also auch Vermessung und Güteansprache erfolgen. Eines möchte ich gern an dieser Stelle klarstellen: Die Fotovermessung wird  andere Vermessungsverfahren nicht komplett verdrängen, sondern vielmehr der Forst- und Holzbranche einen dringend erforderlichen Innnovationsschub verleihen.

 

BDF aktuell: Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand der Fotovermessung und welche Rolle spielt sie für Bundesforst gerade?

Freytag:

Sämtliche Fotovermessungssysteme werden in etlichen Forstverwaltungen geprüft. Seit 2012 testet Bundesforst das System der Firma Dralle und seit einem Jahr bis zu 45 FOVEA-Smartphones. Rund eine halbe Million Festmeter wurden vermessen und wir haben uns von der hohen Qualität der Ergebnisse überzeugt. Ich bin froh über das Vertrauen, mit dem Herr Brinkmann als Leiter Bundesforst und Herr Eberwein als Abteilungsleiter Produktion und Absatz meinem Team und mir ermöglicht haben, diese innovative Technik so intensiv zu testen und auch weiter zu entwickeln.

Der Messwagen ist bei Berlin stationiert und wird  in den nordöstlichen Bundesländern ab sofort ein legales Abrechnungsmaß für Holz erzeugen. Als Kontrollmaß wird es schon länger erhoben. Die homogenen Waldbestände und Nadelholz-Massensortimente im nordostdeutschen Tiefland bieten beste Voraussetzungen für das Einsatzprofil der fahrzeuggestützten Fotovermessung.

 

BDF aktuell: Sie haben berufliche Erfahrung auf allen Seiten des Holzmarktes. Was sagen die Kollegen, Holzkunden und Unternehmer und wie ist Ihre eigene Einschätzung?

Freytag: Früher oder später loben fast alle Beteiligten die Vorteile des Fotomaßes. Nach anfänglicher Skepsis werden viele Diskussionen am Polter insbesondere zum Volumen überflüssig und es bleibt mehr Zeit für die Pflege der persönlichen Geschäftsbeziehungen. Diese Erfahrung kann ich aufgrund meiner Jahre in der Holzindustrie nur bestätigen. Die Forstbetriebe schätzen die Einmaligkeit der Datenerfassung, wobei wir die Datenverarbeitung weiter automatisieren wollen. Unter Holzkäufern gibt es eine große Vielfalt an Meinungen. Wo das Fotomaß grundsätzlich abgelehnt wird, versuchen wir mit positiven Erfahrungen vorhandene Bedenken abzubauen. Unterm Strich kann ich sagen: Je mehr die Menschen über die neuen Verfahren wissen, desto positiver stehen sie diesen gegenüber.

 

BDF aktuell: Wo gerät die Fotovermessung an ihre Grenzen?

Freytag: Dunkelheit, Regen und Schnee beeinträchtigen das „sSCale“-System der Firma Dralle erstaunlich wenig. Alle Fotovermessungssysteme brauchen Holzpolter, die waagerecht liegen und gleichmäßig aufgesetzt sind. Das Holz muss an der Frontfläche komplett sichtbar sein. Es hat sich bewährt, sämtliche Sortimente auf Unterlagen zu poltern, übrigens nicht nur für die fotooptische Vermessung. Im Zweifel wird die Polterrückseite manuell vermessen und im System mit verarbeitet.

Für einen effizienten Messwageneinsatz ist ein bestimmter räumlicher Mindestanfall erforderlich. Zu weite Fahrentfernungen können zu Verzögerungen und damit zu Störungen führen. Daher bieten sich für die Zukunft waldbesitzübergreifende Betreibermodelle oder Kooperationen mit der Kundschaft an. Wichtig ist gut geschultes und verantwortungsvolles Bedienpersonal.

 

BDF aktuell: Wie geht es weiter mit der Rundholzvermessung in Deutschland?

Freytag: Seit Anfang 2015 ist die gesamte Branche aufgefordert, alle Messverfahren an das neue Eichrecht anzupassen und den Regelermittlungsausschuss der PTB von der eichrechtlichen Konformität und der Akzeptanz aller Marktpartner zu überzeugen. Das wird eine der größten Aufgaben der Forst- und Holzbranche in den nächsten Jahren. Die Fotovermessung ist dabei schon gut aufgestellt. Ich bin zuversichtlich, dass sie sich im Bereich der Standardmassensortimente weiter etabliert, so dass Papier und Bleistift mit fehleranfälligem Abtippen zunehmend durch moderne Verfahren ersetzt werden. An dieser Weiterentwicklung sollten sich unbedingt auch die Forstdienstleister beteiligen.

 

BDF aktuell: Und Ihre nächste Idee?

Ein Entwicklungsschritt könnte sein, Holzpolter und alle Geschäftspapiere mit einem eindeutigen QR-Code zu versehen. So kann der Transporteur unverwechselbar das richtige Holz finden und richtig zuordnen. Das ist in vielen anderen Branchen nicht die Zukunft sondern längst die Gegenwart.


 

BDF: Gemeinsam stark für die Forstleute beim Bund, in den Ländern und bei den Kommunen!

Einkommensrunde 2016 TVöD (Bund): Forderungen

 

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat am 18.02.2016 als Mitglied der Bundestarifkommission des dbb zusammen mit den anderen Fachgewerkschaften die Forderungen für die Einkommensrunde 2016 formuliert.

Durch die Kopplung des TV-Wald-Bund an den TVöD werden auch die Tarifbeschäftigten in der Waldarbeit vom Tarifergebnis des TVöD profitieren.

 

Im Einzelnen werden u. a. folgende Forderungen gestellt:

  •  Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent
  • Nachwuchsförderung konkret gestalten:
  • - Erhöhung der Auszubildenden-/Praktikantenentgelte um 100 € monatlich
  • -Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • -Vollständige Übernahme von Reisekosten zu einer auswärtigen Berufsschule oder zu  überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen
  • - 30 Tage Urlaub für Azubis
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Tariflicher Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit
  • Zeit- und wirkungsgleiche Übernahme für Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfänger

Als BDF- Bundesforst freuen wir uns besonders darüber, dass die Bundestarifkommission eine Änderung der unsäglichen Befristungspraxis in den Forderungskatalog aufgenommen hat. Davon sind schließlich auch sehr viele Beschäftigte in der Bundesanstalt für Immobilienaufgabe und damit in der Sparte Bundesforst betroffen!

Der öffentliche Dienst ist kein kurzlebiges Projekt, sondern unabdingbare und kontinuierliche Basis für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Dafür brauchen wir Kontinuität und Erfahrung. Nur so sind die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Deshalb ist unsere Forderung nach tariflichem Ausschluss sachgrundloser Befristung ein gutes Mittel, mehr Kontinuität und Erfahrung im öffentlichen Dienst zu halten.

Auf der Kölner Arbeitstagung des dbb Anfang Januar diesen Jahres sprach sich Bundesinnenminister de Maizière, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, dafür aus, ohne Rituale zügig zu verhandeln. Da sind wir dabei, das finden wir gut! Wenn die Arbeitgeber das ernst meinen, legen sie zum Verhandlungsauftakt am 21. März 2016 ein ergebnisorientiertes Angebot vor. Die Auftaktrunde in Potsdam sollte mehr sein als ein Fototermin. Wollen wir am 29. April 2016 ein Ergebnis, sollten wir von Anfang an konkret verhandeln!

Über den Verlauf der Tarifverhandlungen werden wir Sie wie gewohnt jeweils zeitnah unterrichten.

Stets aktuelle Informationen sind auch auf den Sonderseiten des dbb zur Einkommensrunde 2016 zu finden!

U. D.


 

Die FOVEA-App auf dem iPhone
Fotooptische Holzvermessung mit sScale bei Bundesforst

Vom Wald in die Cloud

 

…so lautet das Motto des Internationalen Sägewerkskongress und Rohstoffgipfel 2016 am 10. und 11.02.2016 in Würzburg. Eine bedeutende Schnittstelle zwischen Forstwirtschaft und Holzindustrie ist das Holzpolter und die damit verknüpften Daten.   In der letzten Ausgabe des Jahres 2015 von „BDF aktuell“ wurde ausführlich über die fotooptische Vermessung von Holzpoltern berichtet. Zwei Systemlösungen sind in Deutschland derzeit „marktgängig“: Das fahrzeuggestützte sScale von Dralle und die FOVEA-App.

 

Fotooptische Poltervermessung bei Bundesforst

 

Seit Ende 2012 beschäftigt sich Bundesforst mit dem Thema. In vier Bundesforstbetrieben wurde ein Großteil des Holzes für Großabnehmer mit der sScale-Technik vermessen. Innerhalb von zwei Jahren wurden rund 400.000 Fm aufgenommen. Dabei kam zu Tage, dass durch das bisher gängige Sektionsverfahren mit zum Teil frei wählbaren Sektionslängen und Vereinfachungen in der betrieblichen Praxis spürbare Meßverluste verbunden gewesen sind. Aus diesem Grund wurde die Geschäftsanweisung zum Holzverkauf bei Bundesforst das Sektionsvermessungsverfahren RVR-konform gründlich überarbeitet, genauer formuliert und als verbindlicher Standard eingeführt. Der Meßaufwand ist dadurch allerdings erheblich gestiegen. Fehlerquellen durch Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt konnten dadurch jedoch nicht beseitigt werden. Grund genug, das Projekt zur fotooptischen Poltervermessung zu erweitern. In zwei Bundesforstbetrieben wurden alle Revierleiterinnen und Revierleiter mit einem „iPhone 6 Plus“ mit der Holzvermessungs-App der Firma FOVEA ausgestattet. Neben der momentan noch nicht geeichten fotooptischen Holzvermessung können auch händisch gemessenen Daten direkt eingeben zu können. Das iPhone funktioniert also als vollwertiges mobiles Datenerfassungsgerät.

 

Praktische Erfahrungen

 

Als Teilnehmer am Projekt habe ich mittlerweile rund 2.000 Fm Holz mit der FOVEA-App fotooptisch vermessen. Und ich bin fasziniert, dass das tatsächlich funktioniert! Die durchschnittliche Gesamtabweichung des Meßergebnisses zwischen beiden Verfahren beträgt nur 0,9%. Dieser Wert ist nach meiner Einschätzung sehr gering! Allerdings schwanken die Abweichungen in meinem Fall bei den einzelnen Poltern zwischen 0,03 und 12%. Abweichungen im zweistelligen oder hohen einstelligen Prozentbereich waren jedoch insgesamt überschaubar. Tendenziell treten sie eher bei Kleinpoltern (unter etwa 30 Fm) auf. Klar ist auch, dass zunächst eine gewisse Übungsschwelle in der richtigen Anwendung überschritten werden muß. Wobei die Anwendung intuitiv bedienbar ist, wie man es von herkömmlichen Smartphones kennt.

Nicht immer ganz einfach ist die fotooptische Poltervermessung bei starkem Gegenlicht oder wenn das Sonnenlicht von hinten auf das Display scheint – aber es ist trotzdem möglich. Positiv ist auch, dass gleichzeitig die Geodaten ermittelt werden und automatisch eine Abfuhrkarte generiert wird. Durch die Fotoaufnahmen hat man einen brauchbaren Beweis für die frische des Holzes zum Aufnahmezeitpunkt. Je besser die Polterqualität ist, desto genauer ist auch das Meßergebnis. Aber das trifft ja auch für herkömmliche Meßverfahren zu. Aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ebenfalls gut ist, dass nasse oder gefrorene Holzpolter zum Zählen von Abschnitten nicht mehr erklettert werden müssen. Absturz- oder Abrollgefahr besteht damit nicht mehr. Der Farbverbrauch sinkt spürbar – mit allen positiven Effekten für die Umwelt und die eigene Bekleidung!

Ob der Zeitaufwand für die Holzaufnahme wirklich spürbar sinkt, würde ich derzeit eher bezweifeln. Die Nachbearbeitungszeiten der Bilder sind durchaus bedeutsam – je nach Polterqualität und Lichtverhältnissen natürlich. Aber die Vorteile der Datenqualität durch ein standardisiertes Verfahren ohne systematische Abweichungsmöglichkeiten ist nicht von der Hand zu weisen. Für die weitere Datenverarbeitung wäre es wichtig, dass die Daten einfach in das jeweilige Buchführungssystem geladen werden können. Diese Schnittstelle besteht bei Bundesforst zum derzeit genutzten DIFO-System leider noch nicht!

Der weitere Erfolg von fotooptischen Vermessungsverfahren wird davon abhängen, ob diese zukünftig den Eichnormen entsprechen und das Maß als Verkaufsmaß genutzt werden darf und, ob die Datenqualität und Durchführbarkeit auf Kundenebene überhaupt angenommem wird.

 

U. D.


 


 

 


 


 


 


 


EINKOMMENSRUNDE 2016 spezial

Das Magazin zur Einkommensrunde mit Bund und Kommunen

EINKOMMENSRUNDE 2016

Flugblatt 8: Forderungen

18.02.2016