Herzlich willkommen beim Verband der Bundesforstbediensteten

im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst)

BDF-Aktuell zum Download

Ausgabe 07-08/2015 (pdf)

BDF: Aus Liebe zum Wald - ökologisch - ökonomisch - sozial

 

Forststudium - und dann?

Sonderseiten zum BImA-Jubiläum

2005 - 2015

 

 

 

10 Jahre Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Der BDF Bundesvorsitzende Hans Jacobs mit weiteren Verbandsvertretern der Forstwirtschaft bei der Bundeskanzlerin


 

BImA-Vorstandsmitglied Axel Kunze erläutert gemeinsam mit Staatssekretär Florian Pronold und TV-Journalistin Nina Ruge, was sich hinter „StrÖff“ verbirgt. (Foto:BImA)

Bundesflächen: Vorfahrt für die biologische Vielfalt

 

Mitte September hat die Bundesregierung eine Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt auf Bundesflächen verabschiedet. Der Bund hat sich das Ziel gesetzt, diese auf seinen Flächen vorbildlich zu erhalten. Welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das Immobilienmanagement haben, besprachen Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) am 05.10.2016 auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München.

Unter dem Titel „Biologische Vielfalt – Biodiversitätsbelange auf Flächen des Bundes“ lud die BImA zum Gespräch auf die Münchener Immobilienmesse ein. Kern der Veranstaltung war die „Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsbelangen für alle Flächen des Bundes“ – kurz „StrÖff“ genannt . Florian Pronold und Axel Kunze diskutierten über die Auswirkungen der StrÖff auf das Immobilienmanagement. Die Fernsehmoderatorin und UN-Dekade-Botschafterin Nina Ruge moderierte die Runde (Anmerkung: Der Bund Deutscher Forstleute ist Mitglied in der Jury der UN-Dekade biologische Vielfalt).

 

Naturschutz groß geschrieben

 

„Wir gehen bei den eigenen Flächen des Bundes beim Erhalt der natürlichen Vielfalt mit gutem Beispiel voran", erklärte Florian Pronold. „Für die BImA wirkt sich das Strategiepapier vor allem auf das Management der Forst- und Naturschutzflächen, Truppenübungsplätze und Immobilien des Bundes aus“, ergänzte Axel Kunze. So sollen zum Beispiel reine Nadelwälder zu sogenannten klimaplastischen Mischwäldern entwickelt werden, einer Waldform, die an den Klimawandel besser angepasst ist.

Die Außenanlagen von Bundesimmobilien werden künftig vorrangig mit Bäumen und Sträuchern gestaltet, die regional auch heimisch sind. Als weitere Maßnahme wird die Beleuchtung der Gebäude und Freiflächen so modifiziert, dass die künstlichen Lichtquellen den Orientierungssinn nachtaktiver Tiere weniger stören.

 

BImA machts´ vor

 

„In unserem Geschäftsbereich Bundesforst verwalten wir rund 410.000 Hektar bundeseigene Forst- und Naturschutzflächen“, sagte Axel Kunze. „Und zusätzlich betreuen wir weitere Wälder und Offenlandflächen im Eigentum Dritter. Schon vor der StrÖff haben wir den Schutz der biologischen Vielfalt in sogenanten Leuchtturmbereichen intensiv verfolgt.“ Denn im Nationalen Naturerbe sind schon 156.000 Hektar ehemaliger Bundesflächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert worden. Auch das naturverträgliche Geländemanagement auf Truppenübungsplätzen ist so erfolgreich, dass 70 Prozent der Flächen Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind. Als zentrale Dienstleisterin für Immobilien des Bundes möchte die Bundesanstalt beispielhaft vorangehen und die StrÖff im Rahmen des Liegenschaftsmanagements auch auf die anderen Geschäftsbereiche der BImA vorbildlich erfüllen.

 

U. D.


 

Wer einsatzbereit sein will, muss einsatznah üben! Bundesforst sorgt für optimale Rahmenbedingungen.
Militärischer Übungsbetrieb und Naturschutz sind bei richtigem Flächenmanagement kein Gegensatz – ganz im Gegenteil!

Veränderte Sicherheitslage: neuer Truppenübungsplatz

 

Der 2011 zurückgestufte Bundeswehr-Übungsplatz Jägerbrück bei Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) wird von einem Standortübungsplatz wieder zu einem Truppenübungsplatz wieder hochgestuft und ausgebaut. Das verkündete Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Ende August bei einem Besuch der Panzergrenadierbrigade 41. Teile der Brigade sind derzeit unter anderem in Afghanistan und im afrikanischen Mali im Einsatz. "Die Sicherheitslage hat sich deutlich verändert", sagte die Ministerin. So habe es bei der Bundeswehrreform 2011 weder den Konflikt in der Ukraine noch die Bedrohungen durch den Islamischen Staat gegeben. Die Bewertung der geänderten Sicherheitslage hatte bereits im Jahr 2015 zur Neuaufstellung des Panzerbataillons 414 in Bergen geführt (siehe BDF aktuell 10/2015).

 

Veränderte Sicherheitslage

 

Jetzt gebe es wieder einen erhöhten Bedarf. "Die Übungsmöglichkeiten zu Hause entscheiden mit darüber, wie die Aufgaben im Ausland gemeistert werden", so von der Leyen. Seit der Herabstufung durfte auf dem Areal nur mit Übungsmunition geschossen werden, künftig soll auch wieder scharfe Munition eingesetzt werden. Zudem sollen auch befreundete Staaten wie etwa Polen auf dem Gelände üben.

 

Einer der größten Übungsplätze der DDR

 

Bis der Platz tatsächlich für größere Manöver genutzt werden kann, sind zunächst Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe nötig. Es sollen etwa 50 neue Dienstposten geschaffen werden, außerdem wird eine Berufsfeuerwehr stationiert. Damit vollzieht die Bundeswehr nach nur wenigen Jahren eine Kehrtwende. Zwischenzeitlich waren die Freiwilligen Feuerwehren der Region um Torgelow für die Absicherung des Geländes verantwortlich. Auch der zuständige Bundesforstbetrieb war durch die Herabstufung zu einem Standortübungsplatz vor große Probleme gestellt worden, denn auch die Feuerwerker (Munitionsfachpersonal) war mit Auflösung der Truppenübungsplatzkommandantur abgezogen worden. Das hat eine Bewirtschaftung großer Teilflächen deutlich erschwert und teilweise sogar verhindert.

Jägerbrück war schon in der DDR einer der größten Militärübungsplätze. Das gesamte Militärgelände ist rund 10.000 Hektar groß. Dort gibt es allein drei Kasernen.

 

Brigade nimmt an Nato-Übung in Polen teil

 

Zur Panzergrenadierbrigade 41 gehören knapp 5.000 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Dazu gehören Jägereinheiten und Panzergrenadiere in Torgelow und Hagenow (Kreis Ludwigslust-Parchim). Zudem bereitet sich die Brigade auf eine Nato-Übung im vierten Quartal in Polen vor.

Der Verband der Bundesforstbedienstet wertet das Vorgehen der Bundeswehr als Signal, zukünftig deutlich sorgfältiger mit ihren Flächenressourcen umzugehen. Übungsflächen für Bundeswehr und verbündete Streitkräfte sind nicht beliebig verfügbar oder wiederherstellbar. Es macht umweltpolitisch und wirtschaftlich auch wenig Sinn, schweres Militärgerät über mehrere hundert Kilometer zu verlegen, zu verschleißen und zusätzliche Energie zu verbrauchen, wenn Übungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe von Garnisonen zur Verfügung stünden. Das gilt zum Beispiel auch für den Truppenübungsplatz Senne (NRW): Falls die britischen Streitkräfte tatsächlich in ein paar Jahren dort abziehen sollten, sollte die Bundeswehr eine Folgenutzung durch eigene Verbände sicherstellen. Schließlich liegt der Truppenübungsplatz direkt am Großstandort Augustdorf, in dem eine ganze Panzerbrigade liegt. Durch eine weitere militärische Nutzung des naturschutzfachlich äußerst wertvollen Geländes, wäre dann auch dessen Erhalt dauerhaft gesichert!

 

U.D.


 

Arbeitsschutz: Keine Kompromisse!

 

An der sogenannten „Sauenschutzhose“ scheiden sich die Geister: „Steht sie dem Forstwirt zu oder nicht?“ Das Problem wurde durch den Hauptpersonalrat (HPR) im gemeinsamen

Gespräch im Juni 2016 am Beispiel eines Forstwirts mit dem BImA-Vorstand und ZEOP erörtert. Dieser wurde als Führer der Treiberwehr (mit Hunden) eingesetzt, aber die Ausstattung mit einer Sauenschutzhose blieb ihm durch den Bundesforstbetrieb verwehrt. Der HPR hat um eine Klärung hinsichtlich der Ausstattung der betroffenen Forstwirte

im Rahmen des Arbeitsschutzes gebeten.

Dr. Leis brachte in das Monatsgespräch im Juli nun folgendes Ergebnis mit: Der Arbeitsschutz ist Aufgabe des Arbeitgebers. Die Risikobewertung für die Tätigkeiten im Geschäftsbereich Bundesforst ist von den zuständigen Bundesforstbetrieben zu erstellen. Wird ein Beschäftigter mit einer Aufgabe betraut, ist er vom Betrieb auch mit den notwendigen Mitteln zur Gefahrenabwehr auszustatten. Das gilt auch bei angeordneten Einsätzen der Forstwirte als Jagdhelfer. In unserem Fall bedeutet das, dass der Forstwirt,

wenn er im Sauenrevier solche Aufgaben erfüllen soll, von Seiten des Betriebes u.a. mit einer Sauenschutzhose auszustatten ist! Das gilt im Übrigen auch für alle Beschäftigten, die im Jagdbetrieb zum Einsatz kommen aber natürlich grundsätzlich auch für alle anderen Tätigkeiten und Beschäftigtengruppen: Stehen geeignete Arbeitsschutzmittel zur Verfügung, sind diese vom Arbeitgeber bereitzustellen!

 

U.D.


 

Paketlösung für 178 Haushaltsstellen

 

Am 20.04.2016 hat der Vorstand der BImA eine Regelung zur Verwendung der 178 zusätzlich zugeführten Haushaltsstellen (E 9b – E 11 TVöD) beschlossen.

Hiermit sollen befristet Beschäftigte auf Arbeitsplätzen mit Daueraufgaben entfristet werden. Erklärtes Ziel ist, eine Personalmehrung zu erreichen.

Wissend um die prekäre Personalsituation in der Fläche hat der Hauptpersonalrat dieser einmaligen Paketlösung zugestimmt. Hierbei stand die in Rede stehende Personalmehrung im Mittelpunkt. D.h.: Entfristung von gut eingearbeiteten Beschäftigten

auf dringend benötigten Dauerarbeitsplätzen. Die Auswahl soll unter den befristet Beschäftigten statusgleich erfolgen. Sie ist regional beschränkt.

Zur Klarstellung: Alle anderen Ausschreibungsverfahren bleiben hiervon unberührt.

Die Sparte Bundesforst erhält aus diesem Paket 27 Stellen. Das ist durchaus erfreulich aber reicht nicht, um das bisher befristet eingestellte Forstpersonal dauerhaft an die BImA zu binden und im härter werdenden Wettbewerb mit anderen attraktiven Arbeitnehmern in der Forstbranche zu bestehen. Der BDF-Bundesforst erwartet, dass hier zeitnah entsprechende Zusagen des BMF erfolgen und die entsprechende Anzahl von Stellen, die durch Arbeitsvolumenermittlung und prozessorientierte Personalbedarfsermittlung (pPBE) belastbar errechnet worden sind, in den Bundeshaushalt eingestellt werden!

Leistungsbezahlung 2016

 

Der Vorstand der BImA hat beschlossen, auch im Jahr 2016 wieder an die Beamtinnen und Beamten sowie an die Tarifbeschäftigteneinschließlich der Beschäftigten im Geltungsbereich des TV Wald-Bund – einheitlich Leistungsprämien nach den Grundsätzen der Leistungsbesoldung der Beamtinnen und Beamten zu vergeben. Das Verfahren ist zur Jahresmitte angelaufen.

U.D.


 

Die Teilnehmer auf dem Adlerhorst des DBU Naturerbezentrums in Prora

Bundesforstsenioren auf Rügen

 

Wie im Weihnachtsbrief des Spartenleiters Bundesforst und im BDF - aktuell 1/16 angekündigt, fand das Ruheständler-Treffen vom  28.April bis zum 1. Mai  an  der Ostsee statt.  Als Tagungsort hatte der Organisator ein 4-Sterne Hotel im Herzen der Insel Rügen gewählt. Die Wiedersehensfreude war herzlich und  das Zusammengehörigkeitsgefühl von Anbeginn  zu spüren. 

Forstdirektor a.D. Jürgen Conrad konnte beim Beisammensein nach dem gemeinsamen  Abendessen im  Parkhotel RÜGEN auch den ehemaligen Chef der Bundesforst, Herrn Dietrich von Hirschheydt, mit Gattin begrüßen. Am 1. Tag der Exkursion brachte ein Bus alle Teilnehmerinnen und  Teilnehmer in die historische Altstadt von Stralsund. Vor  dem  1933 erbauten Segelschulschiff, der GORCH FOCK I, begann der sachkundige und eloquente Stadtführer Hartwig seinen Rundgang in der UNESCO-WELTERBE – Stadt. Der Stadtkern ist mit  seinem mittelalterlichen Grundriss fast unverändert erhalten, die Nicolaikirche zeigt die einzigartige Sakralarchitektur der Hansestädte.

Nachmittags stand der Besuch des Meeresmuseums auf dem  Programm.  Große Vitrinen zeigten zu den Themen Meeresbiologie, Korallen, Wale usw. alles Wissenswerte. Der ehemalige Chef des Bundesforstamtes Prora, Karl-Ernst Preuße, der Leiter des Bundesforstbetriebes Vorpommern-Strelitz, FD Thomas Schroeder mit Gattin und der Revierleiter  Frank  Bölke  nahmen  am gemeinsamen Abendessen teil.  Anschließend stellte FD Schroeder mit einer interessanten Powerpoint-Präsentation seinen  Bundesforstbetrieb vor: 20 Forstreviere, 48.ooo ha Gesamtfläche , davon 37.ooo ha Wald, 110 Beschäftigte, vorkommende Schalenwildarten: Rot-, Dam-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild. Sitz des Bundesforstbetriebes ist Ueckermünde.

Der 2. Tag der Exkursion begann am Naturerbezentrum der Deutschen Bundesstiftung  Umwelt (DBU) in Prora in der Nähe des Ostseebades Binz. Den Rundgang übernahmen FD Schroeder und seine Revierleiter Frank Bölke und Friedmann Schmitt. Das fast 2.000 ha große ehemalige militärische Sperrgebiet ist überwiegend mit Buchenwäldern bestockt. Höhepunkt war das Erreichen des Aussichtsturmes „Adlerhorst“ über den 1.250 m langen Baumwipfelpfad.

Belohnt wurden alle mit einem fantastischen Rundblick  über die Insel Rügen und die Ostsee (weitere Infos unter www.nezr.de).              

Das Nachmittagsprogramm bestand aus dem Besuch des Sassnitzer Stadthafens und des Städtchens Putbus. Im Stadthafen nahmen viele die Möglichkeit war, durch das britische U-Boot zu klettern. 2002 erfolgte die Verschleppung von Portsmouth nach Sassnitz und es ist seither Museumsschiff. Die ehemalige Fürstenresidenz Putbus nennt sich Rügens weiße Stadt.  Das Kaffeetrinken im  Rosencafe -Putbus war Pflicht. Der Abend endete mit einem Dia-Vortrag des ehemaligen Vorsitzenden des BDF-Bundesforst Dankwart Retzmann und der Danksagung an  Jürgen Cornrad, der durch seine exakten Planungen mit vielen Absprachen für den reibungslosen Ablauf gesorgt hatte. Das sonnige Wetter verschönerte die Tage. Nach dem gemeinsamen Frühstück am 1. Mai 2016 wünschte man sich ein gesundes Wiedersehen 2018 in Sachsen-Anhalt.

 

H. K.


 

Die Verhandlungsführer verkünden das Tarifergebnis
Bis auf Warnstreiks waren in der Einkommensrunde 2016 keine Arbeitskampfmaßnahmen erforderlich
Die dbb-Jugend kämpft für ein Ende der sachgrundlosen Befristungen

Tarifeinigung im TVöD: Mehr Geld für die Forstbeschäftigten beim Bund

 

Die Verhandlungsführer der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber haben sich in Potsdam in der dritten Verhandlungsrunde am 29.04.2016 auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Bundestarifkommission, der auch der BDF angehört, hat dem Tarifergebnis zugestimmt.

Die Eckpunkte der Einigung:

  • Lineare Entgelterhöhung ab 1. März 2016 um 2,4 Prozent und am 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent
  • Entgelterhöhung für die Auszubildenden ab 1. März 2016 um 35 Euro und ab 1. Februar 2017 um weitere 30 Euro (+ jährlichem Lehrmittelzuschuss von 50 Euro)
  • Neue Entgeltordnung im kommunalen Bereich ab 2017 (inklusive stufengleicher Höhergruppierung)
  • Flexible Absicherung der kommunalen Versorgungskassen (konkreter Nachweis des Bedarfs, paritätischen Finanzierung, Arbeitnehmerbeitrag bis 0,4 Prozent

Zum Gesamtüberblick des Tarifergebnisses geht es hier.

Der BDF begrüßt die Aussage des Innenministers, das die Tarifeinigung zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Bundes übertragen werden soll.

Wir haben aber leider nicht alle unsere Forderungen durchsetzen können:  Bei der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und bei der sachgrundlosen Befristung konnten wir die Arbeitgeber nicht von ihrem Irrweg abbringen. Bund und Kommunen schaden damit weiter der Attraktivität des öffentlichen Dienstes vor allem bei jungen Kolleginnen und Kollegen. Das wird sich angesichts der demographischen Krise noch rächen. der BDF-Bundesforst wird gegenüber der BImA und dem BMF weiterhin auf eine zeitnahe Lösung dieses Problems hinwirken!

U. D.


 

Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender BDF

Waldprogramm für Deutschland

 

Anlässlich des alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Forstgewerkschaftstages des Bund Deutscher Forstleute (BDF) stellte der neu gewählte Bundesvorsitzender Ulrich Dohle das Waldprogramm des Berufsverbandes vor. Als Wahlprogramm der Forstleute gibt es Antworten und Lösungsmöglichkeiten für das Spannungsfeld, in dem der Wald und die Forstleute stehen. Der BDF stellt jedoch auch klare Forderungen und will darüber den Diskurs mit allen Beteiligten führen. Angesichts der Vereidigung des neuen sachsen-anhaltinischen Landeskabinetts fordern die Forstleute ein klares Bekenntnis für mehr Personal. In einem Bundesland, in dem jahrzehntelang nur Personal gekürzt und niemand eingestellt wurde, ist dies ein klares Bekenntnis für den Wald und dessen nachhaltige Entwicklung und Erhaltung.

Der BDF als Forstgewerkschaft und Berufsverband aller deutschen Forstleute hat neu gewählt. Zur Wahl der neuen Bundesleitung gehört auch ein Wahlprogramm. Eine Agenda für die Arbeit der nächsten Jahre. „Für uns Forstleute, denen der Wald sehr am Herzen liegt, kann dies nur ein Waldprogramm sein“, so Ulrich Dohle, neue Bundesvorsitzender des BDF. Das Waldprogramm ist aus einem zweijährigen Diskussionsprozess mit den Forstleuten der Bundesrepublik entstanden. Es bildet die verschiedenen, teilweise divergierenden Interessen von Gesellschaft und Politik ab und erhebt klare Forderungen.

Der Diskurs darüber, was im Wald geschehen muss, für dessen Erhaltung, Weiterentwicklung und Nutzung, soll mit allen Beteiligten und den verschiedenen Interessengruppen geführt werden. „Wachsende Ansprüche an den Wald führen zu spürbar mehr Konflikten. Die vor uns liegenden Herausforderungen nehmen wir Forstleute gerne an. Die Begeisterung für unseren lebendigen Arbeitsplatz und das vielfältige, faszinierende Ökosystem Wald sowie den genialen nachwachsenden Rohstoff Holz geben uns Motivation und Kraft. Wir laden alle ein, sich mit uns für den Wald und der in ihm Beschäftigten einzusetzen“, macht Dohle deutlich.

Anlässlich des Deutschen Forstgewerkschaftstages in Halle Saale werden jedoch auch ganz konkrete Forderungen erhoben. Am gleichen Tag wie die öffentliche Veranstaltung des BDF findet auch die Vereidigung der neuen Landesregierung von Sachsen-Anhalt statt. Die Bedingungen für Forstleute und damit auch für den Wald waren in den letzten Jahren eher ungünstig. Für die Zukunft fordert der BDF in ggf. neu geschaffenen Strukturen, dass die Personal- und Finanzhoheit unabhängig vom zuständigen Ministeriumsressort ist. Der Wald braucht langfristige Strukturen und Ideen. Das Denken in Legislaturperioden und damit kurzfristigen Strategien ist im Wald nicht angebracht und schädlich. Schließlich wird auch die Einstellung neuen und jungen Personals gefordert, um gegenüber den Herausforderungen im Umgang mit dem Wald gewappnet zu sein. Der forstliche Personalstand ist nach Jahren von Kürzungen und fehlenden Neueinstellungen überaltert und reicht hinten und vorn nicht aus. Innovation, neue Lösungen und neue Erkenntnisse lassen sich nur mit ausreichend und gut qualifiziertem Personal im Wald umsetzen.


 

 

 

Ulrich Dohle (Mitte) mit der neuen BDF Bundesleitung
Björn Wicks (BDF-Bundesforst), Gunther Brinkmann (Spartenleiter Bundesforst), Georg Schirmbeck (Präsident DFWR), Ulrich Dohle (BDF Bundesvorsitzender), Arno Fillies (BDF-Bundesforst)

Bundesförster wird Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Forstleute

 

Anläßlich des DeutschenForstgewerkschaftstages in Halle (Saale)  vom 24.-25.04.2016 wurde der langjährige Vorsitzende des BDF-Bundesforst Ulrich Dohle zum Bundesvorsitzenden des BDF gewählt.

 

 

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des BDF:

 

 

Forstleute – Waldfrevler oder Schutzpatron

Unter diesem Motto trafen sich die VertreterInnen der deutschen Forstleute am 24. und 25. April in Halle Saale. Auf dem alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Forstgewerkschaftstag des Bund Deutscher Forstleute (BDF) wurde Ulrich Dohle als neuer Bundesvorsitzender einstimmig gewählt.

Thema der öffentlichen Veranstaltung war das Spannungsfeld, in dem Forstleute in der Öffentlichkeit stehen. Waldfrevler oder Schutzpatron. Tatsächlich haben es Forstleute mit immer steigenden Anforderungen der Gesellschaft und Politik zu tun. Die teilweise stark divergierenden Interessen müssen durch Forstleute ausgewogen und gemanagt werden. Sie sind daher auch zukünftig die wichtigste Schnittstelle im Wald und wesentlicher Garant der Nachhaltigkeit. Am vergangenen Wochenende trafen sich in Halle Saale die Spitzengremien des BDF, um eine neue Füh-rungsspitze der Forstgewerkschaft und des Berufsver-bandes zu wählen.

Der alle vier Jahre stattfindende Deutsche Forstgewerkschaftstag, der sich aus den Vertretern der Mitgliedsverbände des BDF zusammensetzt, formulierte auch Aufgabenstellungen als Auftrag für die neue Legislatur.

Als Ausdruck des Erfolges der Arbeit der vergangenen Wahlperiode und Vertrauen für die Zukunft kann die einstimmige Neuwahl von Ulrich Dohle als Bundesvor-sitzender gelten.

Neben ihm wurden auch seine vier StellvertreterInnen und der Schatzmeister in die neue Bundesleitung ge-wählt. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

•             Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender

•             Margret Kolbeck, Stellvertreterin

•             Henning Schmidtke, Stellvertreter

•             Matthias Schmitt, Stellvertreter

•             Sabine Wolter, Stellvertreterin

•             Frank Glor, Schatzmeister

 

„Ich freue mich über das so eindeutig ausgesprochene Vertrauen. Es ist für mich ein Zeichen, die eingeschla-genen Wege des scheidenden Bundesvorsitzenden Hans Jacobs weiter zu verfolgen und auszubauen“, so Ulrich Dohle. „Mit der neuen Bundesleitung hat der BDF eine sehr gut aufgestellte und schlagkräftige Speerspitze. Ich erwarte auch neue Ideen und innovative Ansätze im Engagement des BDF für die Forstleute und den Wald insgesamt.“

Zur öffentlichen Veranstaltung des Forstgewerkschaftstages kamen zahlreiche hochrangige Gäste aus ganz Deutschland. Im Mittelpunkt stand das Vortragstheater von Prof. Dr. Michael Suda mit dem Titel „Forstleute – Waldfrevler oder Schutzpatron?“. Das Spannungsfeld wurde damit eindrucksvoll und pointiert auf den Punkt gebracht. Ulrich Dohle sowie der Vorsitzende des Bun-destagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, MdB Alois Gerig (CDU), Frank Specht, Referatsleiter im Ministerium Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck und der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Klaus Dauderstädt, begrüßten die Gäste.

Die Herausforderungen im Wald sind so groß wie nie. Der Klimawandel will gemeistert, der Holzhunger gestillt und die Arten sowie Lebensräume bewahrt werden. Forstleute sind dabei Bewahrer der Wälder, Schutzpatrone oder Waldpolizisten.


 

Zweite Verhandlungsrunde zum TVöD:  Arbeitgeber enttäuschen!

 

Vorläufig schlechte Nachrichten für die Forstleute im Bundesdienst: Gestern wurde durch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere immerhin ein Angebot vorgelegt. Mit Wertschätzung und gerechter Bezahlung hat das aber leider nichts zu tun!

Die Arbeitgeber haben wohl offenbar auch kein Interesse daran, den öffentlichen Dienst attraktiver und konkurrenzfähiger zu machen. So wird man die Herausforderungen der demographischen Entwicklung wohl kaum bewältigen......

Nachdem auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen am 12. April 2016 in Potsdam ergebnislos geblieben ist, zeigt sich der dbb-Verhandlungsführer Willi Russ von der Strategie der Arbeitgeber verärgert: „Das vorgelegte ‚Angebot‘ ist völlig unbrauchbar. Den Arbeitgebern fehlt jeder Wille zum Durchbruch. Wir können hier in Potsdam stundenlang die kleinen Schrauben drehen, aber solange die Arbeitgeber denken, bei niedriger Inflation dürften wir eigentlich keine Einkommensforderung stellen, kommen wir einem Abschluss keinen Millimeter näher.“

In einigen strukturellen Fragen, etwa bei der Eingruppierung, hätten die Tarifparteien zwar Annäherungen erreicht, erklärte Russ, „aber bei entscheidenden Themen, wie dem Einkommen oder der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden mauern die Arbeitgeber weiter.“

Die dbb-Verhandlungskommission hat entschieden, die bundesweiten Warnstreiks vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde auszuweiten. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit und keine ‚Scheinangebote‘. In den Betrieben und Ämtern vor Ort werden wir den Druck in den nächsten Tagen also deutlich erhöhen, damit wir in der dritten Runde Ende April noch den Durchbruch schaffen“, so Russ weiter.

Hintergrund:

 

Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) sind insgesamt knapp zwei Millionen Beschäftigte betroffen: 147.335 Arbeitnehmer des Bundes, 1.241.845 Arbeitnehmer der Kommunen, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat, sowie 179.595 Beamte und 179.000 Versorgungsempfänger des Bundes, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll, um den Gleichklang der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung im öffentlichen Dienst zu gewährleisten. Die wirkungsgleiche Übertragung betrifft nur die Bundesbeamten, da die Kommunalbeamten nach den jeweiligen Landesgesetzen besoldet/versorgt werden.


 

BImA Personalratswahlen: Bundesforstleute wieder erfolgreich!

 

Der BDF-Bundesforst bedankt sich auf diesem Wege bei allen Wählerinnen und Wählern für das Votum und das Vertrauen in unsere Arbeit und die der Kandidaten der gemeinsamen Listen von BDF und IG BAU!

Es ziehen wieder 4 Forstleute zusammen in den Hauptpersonalrat ein!

Damit ist forstlicher Sachverstand in diesem Gremium erneut sichergestellt.

Dass das Ergebnis bei sinkender Belegschaft in der Sparte Bundesforst gehalten werden konnte, liegt mit Sicherheit auch an der überdurchschnittlich hohen Wahlbeteiligung der Beschäftigten im Bundesforstdienst. Das zeigt, dass die Bundesforstleute sich der Bedeutung der Personalratsarbeit bewußt sind und ihr berufliches Umfeld aktiv mitgestalten möchten.

Der BDF-Bundesforst wünscht allen Mandatsträgern im Hauptpersonalrat aber auch in den Personalvertretungen der Stufen viel Erfolg und stets eine glückliche Hand bei den nicht immer einfachen Entscheidungen!

Der Verband bedankt sich an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten, die auf unserem Listen kandidiert haben!

 

Nach der Wahl ist vor der Wahl!

 

Wie Sie alle sicher Wissen, dauert die Wahlperiode der nun gewählten Personalräte in der BImA voraussichtlich nur bis zum 31.12.2016 – falls der Beschluss des BImA-Vorstandes zur Organisationsreform der BImA so umgesetzt wird.

Wir alle sind aufgefordert, uns im Rahmen der Möglichkeiten, die das Bundespersonalvertretungsgesetz bietet, bereits jetzt Gedanke darüber zu machen, wie die zukünftige Struktur der Personalvertretungen auf den Ortsebenen ab dem 01.01.2017 aussehen könnte – zum Beispiel durch Verselbständigungsbeschlüsse der entsprechenden Teilbelegschaften. Dazu und zur personalvertretungsrechtlichen Übergangsstruktur gibt es aber durchaus auch noch einige offene rechtliche Fragen, die der HPR durch juristischen Beistand klären lassen will. Der BDF-Bundesforst wird rechtzeitig entsprechende Hinweise geben.

 

Das vollständige Wahlergebnis der Personalratswahlen ist im Intranet der BImA veröffentlicht.

 

U. D.


 

Dieter Neumann, RL, BFB Rhein-Weser
Andreas Weltring; RL, BFB Niedersachsen
Joachim Simon, RL, BFB Nördliches Sachsen-Anhalt
Rebekka Janson, RLin, BFB Trave

Personalratswahlen bei der BImA: Liste 1 „IG BAU / BDF“ wählen!

 

Am 17. März 2016 finden beim Bund wieder Personalratswahlen statt. So auch bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der Verband der Bundesforstbediensteten im Bund Deutscher Forstleute (BDF-Bundesforst) und die IG BAU bilden für die Wahl des Hauptpersonalrates in bewährter Form wieder gemeinsame Listen sowohl für die Gruppe der Beamten als auch der Tarifbeschäftigten.

Es handelt sich jeweils um die Liste 1 auf dem HPR-Wahlzettel mit dem Kennwort „IG BAU / BDF“.

Das Interesse zur Kandidatur ist nochmals kräftig gestiegen: Insgesamt kandidieren allein für den Hauptpersonalrat 35 Forstkolleginnen und –kollegen und bilden so ein starkes Team! Spitzenkandidat des BDF auf Listenplatz eins bei den Beamten ist der Kollege Dieter Neumann (Revierleiter, BFB Rhein-Weser). Ihm folgt der Kollege Arno Klappenberger vom BFB Hohenfels (RL). Weitere Kandidaten des BDF sind Andreas Weltring (RL), Timo Tönnies (Sachbearbeiter), Klaus Reimers (Funktionsbereichsleiter) Lutz Saling (RL), Ulrich Dohle (RL), Oliver Habelitz (RL), Detlev Riesner (RL) und Günther Körner (RL). Bei den Tarifbeschäftigten sind die Spitzenkandidaten die Forstwirte Peter Bäuml (BFB Hohenfels) und Frank Mellies (BFB Trave). Weitere Kandidaten des BDF auf der Liste der Tarifbeschäftigten sind Joachim Simon (RL), Rebekka Janson (RL), Ulf Steinbrück (SB), Frank Alisch (FoWi) und Christian Jeschke (RL). Alle Spitzenkandidaten haben bereits umfangreiche Erfahrungen in der Personalratsarbeit, sind gut vernetzt und haben als verlässliche Partner einen guten Ruf in der Belegschaft, im Gremium der HPR und auf Seiten des Arbeitgebers. Aber auch auf den weiteren Listenplätzen konnten viele weitere kreative Köpfe aus allen Ebenen (Bundesforstbetriebe und Zentrale) und unterschiedlichen Funktionen sowie Regionen der Sparte Bundesforst gewonnen werden. Dadurch ist sichergestellt, dass vielfältige Interessen in den Meinungsbildungsprozess für zukünftige Entscheidungen einfließen können.  

Den Wahlwerbeflyer mit Programm und allen Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie hier.

 

Wählen gehen!

 

Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, ob Bundesforstleute weiterhin meinungsstark die Interessen Ihres Berufsstandes vertreten werden. Machen Sie also von Ihren Wahlrecht Gebrauch und schenken Sie wieder den Kandidatinnen und Kandidaten des BDF und der IG BAU Ihr vertrauen! Wählen Sie die Liste 1 „IG BAU / BDF“! Sprechen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Umfeld aktiv an und machen Sie auf die Wichtigkeit der Wahl aufmerksam. Werben Sie offensiv für unsere Forstlisten! Die traditionell hohe Wahlbeteiligung der Bundesforstleute soll sich auch diesmal wieder auszahlen. Es kommt auf jede Stimme an!

 

Und in den Direktionen?

 

Auch in den meisten Direktionen sowie verselbstständigten Dienststellen kandidieren Forstleute auf verschiedenen Listen für die dort zu wählenden Personalräte und Gesamtpersonalräte. Teils ebenfalls auf gemeinsamen Listen mit der IG BAU, teils auf gemeinsamen Listen mit der Fachgruppe BVV des VBOB oder in anderen Konstellationen. Informieren Sie sich rechtzeitig im Intranet der BImA und wählen Sie auch dort die Listen mit den Forstleuten, damit auch zukünftig die Forstpartie dort wieder ein starkes Gewicht hat!

 

Und was ist mit den sogenannten „freien Listen“?

 

Auch bei der jetzt anstehenden Personalratswahl treten wieder sogenannte „freie“ oder „unabhängige“ Listen an. Der BDF-Bundesforst begrüßt es ausdrücklich, dass sich möglichst viele Listen zur Wahl stellen und die Beschäftigten somit vielfältige Auswahlmöglichkeiten haben! Diesem demokratischen Wettbewerb stellen wir uns gerne!

Die Wählerinnen und Wähler sollten jedoch genau hinschauen, bevor sie ihr Kreuz möglicherweise an der falschen Stelle machen! Einige werben damit, dass sie unabhängig von Gewerkschaftsvorgaben und Fraktionszwängen sind. So kann man es natürlich auch positiv ausdrücken, wenn man kein Programm und kein Konzept hat. Viel wichtiger ist allerdings nach unserer Meinung, dass man als potenzielles zukünftiges Personalratsmitglied unabhängig von etwaigen Vorgaben des Arbeitgebers ist!  Bei Listen, die ausschließlich aus Beschäftigten der Zentrale bestehen, sollte man das zumindest kritisch hinterfragen! Ebenso bei Kandidaten, die im Stabsbereich für Organisations- und Personalangelegenheiten einer Sparte beschäftigt sind. Wir vertrauen hier auf die objektive Urteilsfähigkeit unserer Wählerinnen und Wähler.

 

U.D. 


 

 

KWF-Tagung 2016: Eintritt für BDF-Mitglieder vergünstigt!

 

Als besonderen Service bieten wir für unsere Mitglieder wieder vergünstigte Eintrittskarten zur diesjährigen KWF-Tagung in Roding (09.06.- 12.06.2016) an.

Für nur 17,00 Euro (statt 35,- €) können Sie das größte Forsttechnikevent des Jahres weltweit einen Tag lang besuchen.

Jede Tageskarte kostet 17 €. Sollten Sie die KWF Tagung mehrere Tage besuchen wollen, brauchen Sie für jeden Tag eine eigene Karte.

(Sammel-)Bestellungen sind über Ihren BDF Landesverband, den BDF Bundesforst oder die BDF Bundesgeschäftsstelle in Berlin möglich.

Wie kommen Sie an Ihre Karten?

  1. Bitte avisieren Sie Ihre Bestelllung per
    E-Mail: info@bdf-online.de oder
    Telefon unter 030 / 4081 6700
    und geben Sie bitte die Versandadresse an.
  2. Überweisen Sie den Betrag für Ihre Karten
    auf dieses Konto: Empfänger: BTB / BDF GbR; bei der BB Bank; IBAN: DE60 6609 0800 0003 1150 89
  3. Bitte geben Sie als Verwendungszweck an:
    Anzahl der gewünschten Karten, Name
  4. Nach Eingang des Geldes werden Ihnen Ihre „Kundenkarten“ zugeschickt, die Sie dann an der Tageskasse gegen eine Eintrittskarte umtauschen.
  5. Falls Sie zusätzlich an einer Fachexkursion teilnehmen wollen, zahlen Sie vor Ort an der Kasse noch den Zuschlag von 15,- Euro. Eine vorherige Anmeldung zu den Fachexkursionen ist nicht nötig!

Weitere Informationen, wie z.B. den Lageplan, erhalten Sie unterhttp://www.kwf-tagung.org.

Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Tag auf der KWF Tagung !

Bitte besuchen Sie den BDF-Stand im Freigelände! Sie finden uns beim „Branchenauftritt Forst- und Holzwirtschaft“.
 


 

Lutz Freytag (Hintergrundinformationen zur Person im nebenstehenden Text)
Meßfahrzeug von Bundesforst mit sSCale“-System der Firma Dralle

Holzvermessung auf dem Prüfstand: Fotovermessung erstmals geeicht

 

In Deutschland ist kurz nach Verabschiedung der RVR ist die komplette Holzvermessung auf dem Prüfstand. Sämtliche Verfahren und Geräte werden durch den Regelermittlungsausschuss der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) geprüft. Bei der fotooptischen Vermessung von Rundholz wurde ein erster wichtiger Meilenstein erreicht.

 

Forstmann Lutz Freytag ist Mitglied des Ständigen Ausschusses zur Rahmenvereinbarung Rohholzhandel (RV)R und seit fünfzehn Jahren rund um den Holzmarkt tätig: In der Zellstoffindustrie, im Holzhandel, der Bioenergiebranche und seit vier Jahren als Leiter des Fachgebietes Absatz in der Zentrale Bundesforst Abt. Produktion und Absatz in Berlin. Er kennt die Marktmechanismen, Akteure und ihre Strategien von allen Seiten. Wir haben Lutz Freytag nach der Zukunft der Holzvermessung am Beispiel der Fotovermessung gefragt.

 

BDF aktuell: Herr Freytag, bitte schildern Sie uns, wie die Fotovermessung funktioniert.

Lutz Freytag: Bei der Raummaßermittlung von Fix-Längen rechnen wir Polterfrontfläche mal Holzlänge. Je nach Hersteller werden mit Mono- oder Stereokameras Bilder von der Polterfront erstellt und  zu einer Art Panoramabild zusammengefügt. Die Systemsoftware legt auf dem Bild eine Linie als Polygon um die Polterfront. Dann wird die exakte Fläche berechnet und gleichzeitig Stückzahl, Geokoordinate, Stärkeklassenverteilung und Dichtefaktor, also das Verhältnis von Raummaß zu Festmaß ermittelt. Das System erstellt in wenigen Minuten ein Dokument mit allen Informationen plus Lagekarte. Man kann es entweder sofort per E-Mail versenden oder automatisch nach Verlassen des Funklochs im Wald. Es gibt ein fahrzeugbasiertes System der Firma Dralle und Handgeräte wie zum Beispiel Smartphones des Start-ups FOVEA.

 

BDF aktuell: Welche Anforderungen haben Sie an Vermessungsverfahren für Holz?

Freytag: Jedes Holzmessverfahren muss vier Hauptkriterien erfüllen: 1. Genauigkeit, 2. Transparenz,  3. Effizienz und 4. rasche Datenverfügbarkeit. Keines dieser Kriterien kann ein anderes ersetzen, das halte ich für sehr wichtig. Beispielsweise darf die Genauigkeit nicht auf Kosten der Transparenz gehen. Als Holzvermarkter lege ich größten Wert darauf, dass die Vertragsverhandlungen am Tisch stattfinden und nicht über das Holzvolumen oder die Qualität letztlich am Holzpolter erfolgen. Wenn an der Waldstraße eine abweichende Holzqualität mit dem Maß ausgeglichen wird, so ist das weder transparent noch zielführend. Es ist dann korrekt, mit differenzierten Preisen zu arbeiten.

 

BDF aktuell: Ist die Fotovermessung von Rundholz erlaubt und darf man sie nach Einführung der RVR anwenden?

Freytag: Die Physikalisch Technische Bundesanstalt hat im Januar die eichrechtliche Konformität für drei Einzelgeräte der Firma Dralle bestätigt: Das sind die Messwagen von Bundesforst, Thüringen Forst und vom Landeszentrum Wald in Sachsen-Anhalt. Diese Einzelzulassungen sind ein wichtiger Anfang, die zeigen, dass Fotovermessung offenbar grundsätzlich eichbar ist. Ich bin froh, dass nun erste Systeme zur Verfügung stehen, die auch die Anforderungen der Rahmenvereinbarung Rundholzhandel (RVR) erfüllen und glaube, dass die Eichung weiterer Geräte auch anderer Hersteller bald folgt.

 

BDF aktuell: Warum überhaupt Fotovermessung? Was fehlt Ihnen an den klassischen Messverfahren?

Freytag: Der Löwenanteil des Holzes in Deutschland wechselt an der Waldstraße den Besitzer. An diesem Punkt muss also auch Vermessung und Güteansprache erfolgen. Eines möchte ich gern an dieser Stelle klarstellen: Die Fotovermessung wird  andere Vermessungsverfahren nicht komplett verdrängen, sondern vielmehr der Forst- und Holzbranche einen dringend erforderlichen Innnovationsschub verleihen.

 

BDF aktuell: Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand der Fotovermessung und welche Rolle spielt sie für Bundesforst gerade?

Freytag:

Sämtliche Fotovermessungssysteme werden in etlichen Forstverwaltungen geprüft. Seit 2012 testet Bundesforst das System der Firma Dralle und seit einem Jahr bis zu 45 FOVEA-Smartphones. Rund eine halbe Million Festmeter wurden vermessen und wir haben uns von der hohen Qualität der Ergebnisse überzeugt. Ich bin froh über das Vertrauen, mit dem Herr Brinkmann als Leiter Bundesforst und Herr Eberwein als Abteilungsleiter Produktion und Absatz meinem Team und mir ermöglicht haben, diese innovative Technik so intensiv zu testen und auch weiter zu entwickeln.

Der Messwagen ist bei Berlin stationiert und wird  in den nordöstlichen Bundesländern ab sofort ein legales Abrechnungsmaß für Holz erzeugen. Als Kontrollmaß wird es schon länger erhoben. Die homogenen Waldbestände und Nadelholz-Massensortimente im nordostdeutschen Tiefland bieten beste Voraussetzungen für das Einsatzprofil der fahrzeuggestützten Fotovermessung.

 

BDF aktuell: Sie haben berufliche Erfahrung auf allen Seiten des Holzmarktes. Was sagen die Kollegen, Holzkunden und Unternehmer und wie ist Ihre eigene Einschätzung?

Freytag: Früher oder später loben fast alle Beteiligten die Vorteile des Fotomaßes. Nach anfänglicher Skepsis werden viele Diskussionen am Polter insbesondere zum Volumen überflüssig und es bleibt mehr Zeit für die Pflege der persönlichen Geschäftsbeziehungen. Diese Erfahrung kann ich aufgrund meiner Jahre in der Holzindustrie nur bestätigen. Die Forstbetriebe schätzen die Einmaligkeit der Datenerfassung, wobei wir die Datenverarbeitung weiter automatisieren wollen. Unter Holzkäufern gibt es eine große Vielfalt an Meinungen. Wo das Fotomaß grundsätzlich abgelehnt wird, versuchen wir mit positiven Erfahrungen vorhandene Bedenken abzubauen. Unterm Strich kann ich sagen: Je mehr die Menschen über die neuen Verfahren wissen, desto positiver stehen sie diesen gegenüber.

 

BDF aktuell: Wo gerät die Fotovermessung an ihre Grenzen?

Freytag: Dunkelheit, Regen und Schnee beeinträchtigen das „sSCale“-System der Firma Dralle erstaunlich wenig. Alle Fotovermessungssysteme brauchen Holzpolter, die waagerecht liegen und gleichmäßig aufgesetzt sind. Das Holz muss an der Frontfläche komplett sichtbar sein. Es hat sich bewährt, sämtliche Sortimente auf Unterlagen zu poltern, übrigens nicht nur für die fotooptische Vermessung. Im Zweifel wird die Polterrückseite manuell vermessen und im System mit verarbeitet.

Für einen effizienten Messwageneinsatz ist ein bestimmter räumlicher Mindestanfall erforderlich. Zu weite Fahrentfernungen können zu Verzögerungen und damit zu Störungen führen. Daher bieten sich für die Zukunft waldbesitzübergreifende Betreibermodelle oder Kooperationen mit der Kundschaft an. Wichtig ist gut geschultes und verantwortungsvolles Bedienpersonal.

 

BDF aktuell: Wie geht es weiter mit der Rundholzvermessung in Deutschland?

Freytag: Seit Anfang 2015 ist die gesamte Branche aufgefordert, alle Messverfahren an das neue Eichrecht anzupassen und den Regelermittlungsausschuss der PTB von der eichrechtlichen Konformität und der Akzeptanz aller Marktpartner zu überzeugen. Das wird eine der größten Aufgaben der Forst- und Holzbranche in den nächsten Jahren. Die Fotovermessung ist dabei schon gut aufgestellt. Ich bin zuversichtlich, dass sie sich im Bereich der Standardmassensortimente weiter etabliert, so dass Papier und Bleistift mit fehleranfälligem Abtippen zunehmend durch moderne Verfahren ersetzt werden. An dieser Weiterentwicklung sollten sich unbedingt auch die Forstdienstleister beteiligen.

 

BDF aktuell: Und Ihre nächste Idee?

Ein Entwicklungsschritt könnte sein, Holzpolter und alle Geschäftspapiere mit einem eindeutigen QR-Code zu versehen. So kann der Transporteur unverwechselbar das richtige Holz finden und richtig zuordnen. Das ist in vielen anderen Branchen nicht die Zukunft sondern längst die Gegenwart.


 

BDF: Gemeinsam stark für die Forstleute beim Bund, in den Ländern und bei den Kommunen!

Einkommensrunde 2016 TVöD (Bund): Forderungen

 

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat am 18.02.2016 als Mitglied der Bundestarifkommission des dbb zusammen mit den anderen Fachgewerkschaften die Forderungen für die Einkommensrunde 2016 formuliert.

Durch die Kopplung des TV-Wald-Bund an den TVöD werden auch die Tarifbeschäftigten in der Waldarbeit vom Tarifergebnis des TVöD profitieren.

 

Im Einzelnen werden u. a. folgende Forderungen gestellt:

  •  Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent
  • Nachwuchsförderung konkret gestalten:
  • - Erhöhung der Auszubildenden-/Praktikantenentgelte um 100 € monatlich
  • -Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • -Vollständige Übernahme von Reisekosten zu einer auswärtigen Berufsschule oder zu  überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen
  • - 30 Tage Urlaub für Azubis
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Tariflicher Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit
  • Zeit- und wirkungsgleiche Übernahme für Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfänger

Als BDF- Bundesforst freuen wir uns besonders darüber, dass die Bundestarifkommission eine Änderung der unsäglichen Befristungspraxis in den Forderungskatalog aufgenommen hat. Davon sind schließlich auch sehr viele Beschäftigte in der Bundesanstalt für Immobilienaufgabe und damit in der Sparte Bundesforst betroffen!

Der öffentliche Dienst ist kein kurzlebiges Projekt, sondern unabdingbare und kontinuierliche Basis für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Dafür brauchen wir Kontinuität und Erfahrung. Nur so sind die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Deshalb ist unsere Forderung nach tariflichem Ausschluss sachgrundloser Befristung ein gutes Mittel, mehr Kontinuität und Erfahrung im öffentlichen Dienst zu halten.

Auf der Kölner Arbeitstagung des dbb Anfang Januar diesen Jahres sprach sich Bundesinnenminister de Maizière, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, dafür aus, ohne Rituale zügig zu verhandeln. Da sind wir dabei, das finden wir gut! Wenn die Arbeitgeber das ernst meinen, legen sie zum Verhandlungsauftakt am 21. März 2016 ein ergebnisorientiertes Angebot vor. Die Auftaktrunde in Potsdam sollte mehr sein als ein Fototermin. Wollen wir am 29. April 2016 ein Ergebnis, sollten wir von Anfang an konkret verhandeln!

Über den Verlauf der Tarifverhandlungen werden wir Sie wie gewohnt jeweils zeitnah unterrichten.

Stets aktuelle Informationen sind auch auf den Sonderseiten des dbb zur Einkommensrunde 2016 zu finden!

U. D.


 

Die FOVEA-App auf dem iPhone
Fotooptische Holzvermessung mit sScale bei Bundesforst

Vom Wald in die Cloud

 

…so lautet das Motto des Internationalen Sägewerkskongress und Rohstoffgipfel 2016 am 10. und 11.02.2016 in Würzburg. Eine bedeutende Schnittstelle zwischen Forstwirtschaft und Holzindustrie ist das Holzpolter und die damit verknüpften Daten.   In der letzten Ausgabe des Jahres 2015 von „BDF aktuell“ wurde ausführlich über die fotooptische Vermessung von Holzpoltern berichtet. Zwei Systemlösungen sind in Deutschland derzeit „marktgängig“: Das fahrzeuggestützte sScale von Dralle und die FOVEA-App.

 

Fotooptische Poltervermessung bei Bundesforst

 

Seit Ende 2012 beschäftigt sich Bundesforst mit dem Thema. In vier Bundesforstbetrieben wurde ein Großteil des Holzes für Großabnehmer mit der sScale-Technik vermessen. Innerhalb von zwei Jahren wurden rund 400.000 Fm aufgenommen. Dabei kam zu Tage, dass durch das bisher gängige Sektionsverfahren mit zum Teil frei wählbaren Sektionslängen und Vereinfachungen in der betrieblichen Praxis spürbare Meßverluste verbunden gewesen sind. Aus diesem Grund wurde die Geschäftsanweisung zum Holzverkauf bei Bundesforst das Sektionsvermessungsverfahren RVR-konform gründlich überarbeitet, genauer formuliert und als verbindlicher Standard eingeführt. Der Meßaufwand ist dadurch allerdings erheblich gestiegen. Fehlerquellen durch Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt konnten dadurch jedoch nicht beseitigt werden. Grund genug, das Projekt zur fotooptischen Poltervermessung zu erweitern. In zwei Bundesforstbetrieben wurden alle Revierleiterinnen und Revierleiter mit einem „iPhone 6 Plus“ mit der Holzvermessungs-App der Firma FOVEA ausgestattet. Neben der momentan noch nicht geeichten fotooptischen Holzvermessung können auch händisch gemessenen Daten direkt eingeben zu können. Das iPhone funktioniert also als vollwertiges mobiles Datenerfassungsgerät.

 

Praktische Erfahrungen

 

Als Teilnehmer am Projekt habe ich mittlerweile rund 2.000 Fm Holz mit der FOVEA-App fotooptisch vermessen. Und ich bin fasziniert, dass das tatsächlich funktioniert! Die durchschnittliche Gesamtabweichung des Meßergebnisses zwischen beiden Verfahren beträgt nur 0,9%. Dieser Wert ist nach meiner Einschätzung sehr gering! Allerdings schwanken die Abweichungen in meinem Fall bei den einzelnen Poltern zwischen 0,03 und 12%. Abweichungen im zweistelligen oder hohen einstelligen Prozentbereich waren jedoch insgesamt überschaubar. Tendenziell treten sie eher bei Kleinpoltern (unter etwa 30 Fm) auf. Klar ist auch, dass zunächst eine gewisse Übungsschwelle in der richtigen Anwendung überschritten werden muß. Wobei die Anwendung intuitiv bedienbar ist, wie man es von herkömmlichen Smartphones kennt.

Nicht immer ganz einfach ist die fotooptische Poltervermessung bei starkem Gegenlicht oder wenn das Sonnenlicht von hinten auf das Display scheint – aber es ist trotzdem möglich. Positiv ist auch, dass gleichzeitig die Geodaten ermittelt werden und automatisch eine Abfuhrkarte generiert wird. Durch die Fotoaufnahmen hat man einen brauchbaren Beweis für die frische des Holzes zum Aufnahmezeitpunkt. Je besser die Polterqualität ist, desto genauer ist auch das Meßergebnis. Aber das trifft ja auch für herkömmliche Meßverfahren zu. Aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ebenfalls gut ist, dass nasse oder gefrorene Holzpolter zum Zählen von Abschnitten nicht mehr erklettert werden müssen. Absturz- oder Abrollgefahr besteht damit nicht mehr. Der Farbverbrauch sinkt spürbar – mit allen positiven Effekten für die Umwelt und die eigene Bekleidung!

Ob der Zeitaufwand für die Holzaufnahme wirklich spürbar sinkt, würde ich derzeit eher bezweifeln. Die Nachbearbeitungszeiten der Bilder sind durchaus bedeutsam – je nach Polterqualität und Lichtverhältnissen natürlich. Aber die Vorteile der Datenqualität durch ein standardisiertes Verfahren ohne systematische Abweichungsmöglichkeiten ist nicht von der Hand zu weisen. Für die weitere Datenverarbeitung wäre es wichtig, dass die Daten einfach in das jeweilige Buchführungssystem geladen werden können. Diese Schnittstelle besteht bei Bundesforst zum derzeit genutzten DIFO-System leider noch nicht!

Der weitere Erfolg von fotooptischen Vermessungsverfahren wird davon abhängen, ob diese zukünftig den Eichnormen entsprechen und das Maß als Verkaufsmaß genutzt werden darf und, ob die Datenqualität und Durchführbarkeit auf Kundenebene überhaupt angenommem wird.

 

U. D.


 

Organisationsreform der BImA

 

Zuletzt haben wir hier vor genau einem Jahr über die Organisationsreform der BImA berichtet. Damals firmierte das Projekt noch unter dem Namen ProStrukturA. Es liegt jedenfalls im Zeitplan: In den vergangenen Wochen haben die fünf Arbeitsgruppen in zahlreichen Workshops auf Basis des Grobkonzeptes die Grundlagen für die Feinkonzeption geschaffen.

 

Eckpunkte

 

Hier die wesentlichen Eckpunkte:

• In der Sparte Facility Management wird eine funktionale Aufteilung in die drei Abteilungen Property Management, Betriebsmanagement und Baumanagement in der Zentrale umgesetzt und in einer Hauptstelle pilotiert. In allen Hauptstellen wird das Baumanagement in einer Abteilung gebündelt. Das Facility Management steuert die dienstlich genutzten Liegenschaften der BImA.

• Die Sparten Verkauf und Portfoliomanagement werden zu einer Sparte Assetmanagement zusammengefasst. Hier sollen künftig Informationen über alle Vermögensklassen und Teilportfolien hinweg den operativen Sparten als Dienstleistung zur Verfügung gestellt werden. Das Assetmanagement steuert die nicht dienstlich genutzten Liegenschaften der BImA.

• In der neu eingerichteten Sparte Zentrale Dienste werden wesentliche Bereiche der internen Dienstleistungen zusammengeführt. Es sind die bisherigen Sparten Organisation und Personal, Informationstechnik sowie die Stabsbereiche Einkauf und Geschäftsprozess- und Projektmanagement.

• Die Sparte Finanzen wird um ein umfassendes strategisches Unternehmenscontrolling weiterentwickelt. Damit wird ein Steuerungsinstrument geschaffen, das Zielvorgaben formuliert und den Sparten bei der Umsetzung Hilfestellung gibt.

• Die Stabsbereiche Vorstandsbüro und Presse und Kommunikation werden – ergänzt um die Aufgaben des Marketings – zum Stabsbereich Leitung und Kommunikation zusammengelegt.

• Die Sparten Verwaltungsaufgaben und Bundesforst werden nicht grundsätzlich umstrukturiert.

• Die bisherigen Dienststelleneigenschaften entfallen.

• Die bestehenden Standorte der Bundesanstalt bleiben erhalten.

 

Zeitplan

 

Die Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten ist abgeschlossen. Die Beteiligung des Hauptpersonalrates und der Hauptschwerbehindertenvertretung ist eingeleitet.

Im September haben bereits die Arbeiten am Feinkonzept begonnen. Sie sollen im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein.

Im Ergebnis wird das Feinkonzept die idealtypische detaillierte Ablauf- und Aufbauorganisation der BImA beschreiben. Daran schließt sich das Umsetzungskonzept an, das den Weg vom Ist zum Ziel aufzeigt. Die Umsetzungskonzeption soll bis zum Herbst 2016 erstellt werden. Sie wird beschreiben, wie wir auf der Zeitschiene unter Berücksichtigung der Sozialverträglichkeit unsere Zielstruktur erreichen können. Zum 1. Januar 2017 soll mit der Umsetzung der Organisationsreform begonnen werden.

 

U. D.


 

Kandidatur für Personalräte

 

Wie ebenfalls schon berichtet, finden am  17.03.2016 bei der BImA turnusmäßig die Personalratswahlen statt. Für das verbandsseitige Aufstellen und die Koordination der Wahllisten in den regionalen Gremien der Personalvertretungen sind die Delegierten des BDF-Bundesforst zuständig. An einer Kandidatur interessierte Mitglieder wenden sich bitte an diese. Die Kontakte sind auf unsere Homepage zu finden: http://www.bdf-bundesforst.de/wir-uber-uns/bdf-bundesforst-vor-ort/

Potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat wenden sich bitten an den Vorsitzenden: Ulrich.Dohle@bundesimmobilien.de

Dies muss bis spätestens zum15.01.2015 erfolgen, damit die demokratischen und formalen Prozeduren zur Aufstellung der Wahllisten eingehalten werden können!

 

 U. D


 

Seniorentreffen Bundesforst 2016

 

Vom 28. April bis 1. Mai 2016 findet das Treffen der Bundesforstsenioren auf Deutschlands größter Insel statt. Übernachtungsmöglichkeiten sind im „Parkhotel Rügen“ in Bergen vorreserviert:www.parkhotel-ruegen.de

Die Unterbringung muss von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigenverantwortlich bis spätestens zum 31.1.2016 gebucht werden unter Nutzung der Reservierungs- Nr.: 36 532, Stichwort Bundesforst.

Die Organisation des Rahmenprogramms liegt diesmal in den Händen der Forstkollegen Jürgen Conrad und Hanjörg Abeler.

Neben verschiedenen Möglichkeiten des gemütlichen Zusammenseins bei guten Gesprächen sowie Speis und Trank sind bisher folgende Programmpunkte vorgesehen: Besuch der Weltkulturerbestadt Stralsund mit Stadtführung, Besuch des Ozeaneums, Erkundung des DBU- Naturerbezentrum Rügen nahe Binz mit Baumwipfelpfad, Besuch von Sassnitz (Fähr- und Industriehafen Mukran (Skandinavien , Balticum)St. Petersburg) und Kap Arkona.

Der BDF-Bundesforst wünsch viel Spaß und eine gute Zeit!

 

U. D.


 

Ergebnis Personalbedarfsermittlung

 

Das Projektteam zur „prozessorientierten Personalbedarfsermittlung (pPBE)“ hat dem BImA-Vorstand die ermittelten Ergebnisse termingerecht vorleget

Wie bereits in „BDF aktuell“ berichtet, hatte das Projektteam im Rahmen der pPBE im Frühjahr die Beschäftigten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über die Durchführung der sogenannten IST-Aufnahme (Arbeitszeitaufnahme) informiert. Ermittelt werden sollte das „Ist“ an Arbeitszeiten, verteilt auf die einzelnen Aufgaben im Jahr 2014. Daraufhin wurden ab dem 9. Februar die Erhebungsbögen an die BImA-Beschäftigten mit der Bitte, sie sorgsam auszufüllen und rechtzeig wieder abzugeben, verschickt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse stellen die wesentliche Basis für die Personalbedarfsermittlung dar.

Zwischen Mai und Juli fanden dann die Workshops zur „Aufgabenkritik“ statt. Die vorangegangenen IST-Aufnahmen bildeten die wesentliche Grundlage dafür.  Hinzu kamen weitere Informationen von den Führungskräften und den Geschäftsprozessmanagerinnen und –managern. Die Beteiligten an den Workshops nahmen wichtige Hinweise zur zukünftigen Aufgabenentwicklung, aber auch Potenziale hinsichtlich der Arbeitsabläufe sowie Qualitätsverbesserungen auf und bewerteten diese.

Mehrbedarf festgestellt

 

Schließlich flossen alle Informationen in den Endbericht an den BImA-Vorstand ein. Aus den Ergebnissen der „Aufgabenkritik“ wurde ein Personalmehrbedarf ab dem Jahr 2016 festgestellt. Nach Zustimmung des Lenkungsausschusses am 27. Juli erfolgte die Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten und der Personalvertretung. Damit konnte das Ergebnis der pPBE termingereicht vorgelegt werden. Derzeit laufen die Gespräche des BImA-Vorstands mit dem Bundesfinanzministerium, das den zusätzlichen Stellenbedarf genehmigen muss.

Erwartungen hoch

 

Die Erwartungen der Beschäftigten aufgrund der nach einem anerkannten Verfahren ermittelten Ergebnisse sind nun entsprechend hoch! Diese sollten sich in einem überschaubaren Zeitfenster in entsprechenden Haushaltsstellen niederschlagen. Davon hängen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Verläßlichkeit der Unternehmensführung und der Politik ab! Alleine in der Sparte Bundesforst warten etwa 100 zeitlich oder mit Sachgrund befristet Beschäftigte auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Eigentlich nicht zuletzt arbeitsrechtlich eine logische Konsequenz, wenn  die Dauerhaftigkeit der Arbeitsaufgaben festgestellt worden ist. Aber es geht auch insgesamt um die Positionierung der BImA und der Sparte Bundesforst als attraktive Arbeitgeberin. Hier muss verloren gegangener Boden dringend wieder gut gemacht werden, wenn man auf dem Arbeitsmarkt wieder konkurrenzfähig werden will! Keine einfache Aufgabe in einer politischen Lage, in der andere Ressorts aufgrund der Flüchtlingsströme oder zur Gewährleistung der inneren Sicherheit ebenfalls personellen Mehrbedarf geltend machen. Andererseits sprudeln die Steuereinnahmen und die BImA ist wirtschaftlich so erfolgreich, dass jährlich etwa 2,5 Mrd. € an den Bundeshaushalt abgeführt werden.  Den Verantwortlichen sollte klar sein, dass ein Dienstleistungsunternehmen nur mit einer ausreichenden Personalausstattung erfolgreich und nachhaltig bestehen kann!

Vor diesem Hintergrund ist es auch mehr als ratsam, sich mit der Höherdotierung von Spitzenpositionen in der Sparte Bundesforst frühestens erst dann zu beschäftigten, wenn das Problem mit dem hohen Anteil an Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen abschließend gelöst ist. Alles andere ist diesem Personenkreis kaum zu vermitteln und hätte eine verheerende Innen- und Außenwirkung! Das sind zumindest die Signale der Betroffenen an den Berufsverband.

 

U. D.


 

Forstwirtschaftsmeister bestellt

 

Bereits mehrfach haben wir in der Vergangenheit hier über die Einführung der Forstwirtschaftsmeister in der Sparte Bundesforst berichtet. Am 01.10.2015 wurden nun in der BImA-Zentrale in  Bonn die neu ausgebildeten Forstwirtschaftsmeister in einer kleinen  Feierstunde offiziell für ihre neue Funktion bestellt. Wir danken den Kollegen dafür, dass sie sich der Herausforderung einer Weiterqualifikation gestellt haben und gratulieren zur bestandenen Prüfung  und damit dem Meisterbrief sehr herzlich! Wir wünschen viel Freude und Erfolg bei der neuen Aufgabe!

 

U. D.


 

Bundesforst trauert um zwei verdiente Forstleute

 

Ministerialrat a. D. Ulrich Hahn

 

Bundesforst hat in diesem Jahr zwei verdienstvolle Forstleute verloren: Bereits am 24.05.2015 verstarb Ministerialrat a. D. Ulrich Hahn im Alter von 94 Jahren. Geboren als Sohn des Forstmeisters Fritz Hahn in Rossitten (Ostpreußen) nahm er nach überstandener Kriegsteilnahme als Offizier 1946 sein Forststudium in Hannoversch Münden auf. Nach dem Staatsexamen war er zunächst als Revierassistent in der Fürstl. Waldeckschen Forstverwaltung in Arolsen tätig. Im Februar 1953 trat er in den Bundesdienst ein und war zunächst Hilfsreferent im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Ab August 1955 hat er das Bundesforstamt Neckargrund aufgebaut und wurde dann als Forstamtsleiter mit dem Bundesforstamt Baumholder betraut. Er hat die damaligen Gründer des Verbandes der Bundesforstbediensteten (BDF-Bundesforst) Dankwart Retzmann und Hansrichard Kramer damals ausdrücklich darin bestärkt, einen eigenen Berufsverband als 9. Säule im BDF zu gründen. Am 01.05.1963 berief man Hahn in das Bundesschatzministerium in die oberste Sachleitung der bundeseigenen Land- und Forstwirtschaft. Nach Auflösung dieses Ministeriums und Überführung der Aufgabe in der Bundesministerium der Finanzen wurde Hahn dort ab 01.01.1979 schließlich Leiter des Referats für Land- und Forstwirtschaft. Über 16 Jahre hat er in dieser Position erfolgreich wirken dürfen und hatte dort stets ein offenes Ohr für den Berufsverband.

 

LFD a. D. Josef Graf von Plettenberg

 

Am 14.09.2015 starb der ehemalige Leiter der Forstinspektion Nord LFD a. D. Josef Graf von Plettenberg im Alter von 86 Jahren. Er ist auch vielen jüngeren Beschäftigten noch als ausgesprochen pflichtbewußter und geradliniger Forstmann persönlich bekannt, der die Bundesforstverwaltung durch viele Impulse und Entscheidungen geprägt hat. Er war langjähriger Leiter des Bundesforstamtes Baumholder –mit kurzzeitiger Unterbrechung als Leiter des Bundesforstamtes Rhein-Pfalz- bevor er schließlich im letzten Abschnitt seiner Dienstzeit die Leitung der Forstinspektion Nord in Hannover übernahm. Wir trauern gemeinsam mit den Familien und werden den Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

D. R. / U. D.


 

Personalratswahlen 2016 und 2017

 

Ausgangslage 2016

 

Im Frühjahr 2016, voraussichtlich im März, finden die turnusmäßigen Personalratswahlen für den Bundesbereich statt. So auch in der BImA.

Der Wahlvorstand ist bestellt und hat seine Arbeit aufgenommen. Der Countdown für die Wahlen und damit auch bestimmte Fristen läuft also.

Es wird in den bisher gewohnten Strukturen gewählt: (örtliche) Personalräte bei den Direktionen (Dienststellen),  ggf. verselbstständigte (örtliche) Personalräte an verschiedenen Dienstorten, ein (örtlicher) Personalrat der Zentrale, wo erforderlich Gesamtpersonalräte an den Direktionen und ein Hauptpersonalrat.

 

Ausgangslage 2017

 

Durch die angekündigte Organisationsreform der BImA wird es vor allem Änderungen in der Sparte OP geben. Es ist erklärte Absicht, die Dienststelleneigenschaft der Direktionen (Hauptstellen OP) zu aufzuheben. Nach bisheriger Planung soll dies zum 01.01.2017 erfolgen.

Mit der Aufhebung der Dienststelleneigenschaft erlöschen auch sofort alle Gremien der Personalvertretung! Das macht Neuwahlen in neuen Strukturen erforderlich.

Da die BImA dann keinen Stufenaufbau mehr hat, wird nur ein Personalrat gewählt (am Sitz der BImA-Zentrale in Bonn). Es ist aber davon auszugehen, dass die Belegschaften an den dislozierten Standorten die Möglichkeiten des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) zu Verselbstständigungsbeschlüssen (VB) nutzen werden. Davon wurde auch in der Vergangenheit schon Gebrauch gemacht. Vor allem in der Sparte FM.

VB hätten zur Folge, dass auch ein Gesamtpersonalrat (GPR) für die BImA gewählt werden müßte. Dieser hätte dann auch seinen Sitz in Bonn und würde zukünftig wohl die Hauptlast der Personalratsarbeit tragen. Ähnlich, wie jetzt der Hauptpersonalrat (HPR).

 

Gemeinsam mit der IG BAU

 

Auf Ebene des HPR wird der BDF-Bundesforst auf jeden Fall die bewährte Zusammenarbeit mit der IG BAU fortsetzen und gemeinsame Listen für die beiden Beschäftigtengruppen aufstellen. Auf regionaler Ebene sind die Beschäftigten aufgefordert sich zu überlegen und zu entscheiden, ob sie den bisherigen Weg fortsetzen und 2016 zunächst wie gewohnt in den bisherigen Strukturen wählen oder ob sie etwaige Verselbstständigungen bereits vorziehen, um 2016 und 2017 jeweils in den gleichen Strukturen zu wählen. Hierzu sollten in den Bundesforstbetrieben rechtzeitig die Diskussionen und die Meinungsbildung stattfinden! 

 

Kandidaten

 

Außerdem sind alle BDF-Mitglieder aufgefordert, geeignete Kandidaten für die Personalvertretungsgremien auf allen Ebenen zu suchen oder sich im besten Fall selber zur Wahl zu stellen! Hier sind vor allem junge Forstkolleginnen und -kollegen angesprochen! Die Mitwirkungsrechte für die Gestaltung des beruflichen Umfeldes und der Rahmenbedingungen der Beschäftigungsverhältnisse müssen schließlich aktiv genutzt werden. Bei dem gesamten Prozess sind vor allem die Delegierten des BDF-Bundesforst als regionale Vertreter gefordert, die organisatorische Verantwortung für die Durchführung der Wahlen im Interesse des BDF-Bundesforst zu nutzen! Diese sollten dazu auch das Gespräch mit den regionalen Vertretern der IG BAU und der Fachgruppe BVV des VBOB suchen.

 

U. D.


 

Onlineumfrage: Verkehrssicherung und Naturschutz

Umfragetermin abgelaufen! Nur noch zur Info!

https://www.umfrageonline.com/s/ccdf8f2

Das Thema Verkehrssicherheit und die damit verbundenen Pflichten und Risiken für Forstleute und Waldbesitzer sind ein wichtiges Thema für den Bund Deutscher Forstleute aber auch die gesamte Forstbranche. Der BDF Arbeitskreis Verkehrssicherheit beschäftigt sich seit einigen Jahren sehr intensiv damit. Naturschutzfachliche Regelungen verunsichern viele Forstleute und Waldbesitzer zusätzlich. Die beigefügte Onlineumfrage kann dazu beitragen, die praktische Umsetzung des Themas  in de Forstbetrieben strukturiert aufzuarbeiten und möglicherweise Handlungsbedarf bei den Waldbesitzern, Forstbetriebsleitungen und gegebenenfalls forstlichen Interessenverbänden erzeugen und in der Folge hoffentlich für praktikable und naturschutzfachlich angemessene Lösungsansätze und mehr Rechtssicherheit sorgen.

Wir bitte daher alle Forstleute und Waldbesitzer darum, die Onlineumfrage zu unterstützen und um Verbreitung  durch Teilen oder in anderer geeigneter Form!

 

Weitere Hintergrundinformationen findet Ihr hier:

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich betreue ein Bundesforstrevier in Schleswig-Holstein und habe ein berufsbegleitendes Fernstudium an der Universität Rostock belegt. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit möchte ich mich mit der aktuellen Situation der Verkehrssicherungspflicht im Wald und insbesondere in Natura-2000-Gebieten auseinandersetzen. Dabei möchte ich ermitteln, wie die Umsetzung in der Praxis aussieht und wie naturschutzfachliche Belange hierbei Berücksichtigung finden.

Ich selbst habe in meinem Forstrevier immer wieder mit dieser Thematik zu tun und hoffe, dass Sie mich mit Ihren Erfahrungen bei meiner Abschlussarbeit unterstützen können.

Unter folgendem Link sind 30 Fragen zu dieser Thematik hinterlegt.

https://www.umfrageonline.com/s/ccdf8f2

Ich möchte Sie bitten, sich ca. 15 Minuten Zeit zu nehmen und diese Fragen zu beantworten. Diese Datenerhebung erfolgt selbstverständlich anonym. Eine Rückverfolgung ist nicht möglich. Bei Rückfragen können Sie mich gerne per E-mail oder auch telefonisch (0173 – 21 02 772) kontaktieren.

Bitte beantworten Sie die Fragen bis zum 15. Oktober 2015

Für Ihre Unterstützung meinen herzlichen Dank!

Meike Rehdner

 


 

Dr. Gert Leis, Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb, Festredner Parl. Staatsekretär Jens Spahn (BMF) , Axel Kunze (v. L . n. r.)
Empfang in der Rotunde des Gästehauses auf dem Petersberg (Fotos: BImA)

Festakt auf dem Petersberg: 10 Jahre BImA

 

In diesem Jahr feiert die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ihr 10-jähriges Bestehen. Zum Höhepunkt ihres ersten Jubiläumsjahres waren rund 250 Gäste, Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie Partner, Kunden und Beschäftigte – darunter auch der Vorsitzende des BDF-Bundesforst Ulrich Dohle, der Einladung der BImA ins ehemalige Gästehaus der Bundesregierung auf den Petersberg nach Königswinter gefolgt. Die Festrede hielt Jens Spahn, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, in Vertretung für Dr. Wolfgang Schäuble. In seiner Rede unterstrich Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb, dass die BImA in den vergangenen Jahren bewiesen habe, dass sie flexibel und kundenorientiert agiere. „Ich nenne nur die Stichworte Konversionsprojekte oder ganz aktuell das Thema Flüchtlingsunterbringung“, so Dr. Jürgen Gehb. „Über 41.000 Flüchtlinge haben in BImA-Liegenschaften Asyl gefunden“, lieferte er auch gleich den aktuellen Stand hinterher – und erntete den Applaus des gesamten Auditoriums. Dr. Gehb stellte sich in seiner Rede auch ganz klar hinter die Beschäftigten, die sich gesetzestreu und dem politischen Willen folgend, nach kaufmännischen Gesichtspunkten um die Immobilien des Bundes kümmern würden. Da könne es nicht sein, dass Landes- und Kommunalpolitiker immer wieder die BImA kritisieren, weil Immobilien nur zu marktüblichen Preisen verkauft werden! Lob und Glückwünsche zu „10 Jahren BImA“ gab es beim Festakt vom Bundesfinanzministerium. Ihm obliegt die Rechts- und Fachaufsicht über die Bundesanstalt. Festredner Jens Spahn schaute mit Blick auf die Gründung und den Auftrag der BImA zurück in die Geschichte und zog zugleich ein Resümee: „Die Liegenschaftsverwaltung des Bundes ist ressortübergreifend zentralisiert, die Bundesvermögensverwaltung in einem kaufmännisch orientierten Dienstleister zusammengefasst: Die BImA ist am Ende ein Stück gelungene Verwaltungsreform.“  Der Bundespolitiker dankte herzlich „für das, was geleistet worden ist in den letzten zehn Jahren“. So sprach er am Ende seiner Rede nicht nur ganz persönlich seinen herzlichen Glückwunsch aus, sondern auch von „Minister Schäuble ausdrücklich und vom Bundesministerium der Finanzen ganz offiziell“.

 

U. D.

 


 

Wladimir Putin und Bundesforst

 

Gab es nach der Deutschen Einheit zunächst eine längere Phase des himmlischen Friedens in Europa, hat sich die geopolitische Lage spätestens nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland deutlich verändert. In der Ostukraine, und damit einem direkten Nachbarland zur EU-Außengrenze, herrscht ein Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten.

Auch am der Südflanke der Europäischen Union sieht es nicht viel friedlicher aus: Der „Arabische Frühling“, von vielen westlichen Demokratien zunächst euphorisch gefeiert, hat die Großregion Persien, Arabien und Nordafrika weitgehend destabilisiert. Staatliche Strukturen sind nicht mehr vorhanden. Ein barbarischer Terror breitet sich aus. Vieles erinnert an die Verhältnisse in Europa während des Dreißigjährigen Krieges vor etwa 500 Jahren. Die aktuellen Flüchtlingsströme stellen uns vor große Herausforderungen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

 

Lettland will die allgemeine Wehrpflicht wieder einführen. Der russische Präsident Putin hat beschlossen 40 Interkontinentalraketen, die mit nuklearen Gefechtsköpfen bestückt werden können, zu beschaffen. NATO Generalsekretär Stoltenberg hat vor einer Neuauflage des kalten Krieges zwischen Ost und West gewarnt. In Polen soll eine schnelle Eingreiftruppe der NATO aufgestellt werden. Truppen auf beiden Seiten werden in Bereitschaft versetzt. Verbündete Streitkräfte halten verstärkt Übungen ab.

 

Was hat das mit Bundesforst zu tun?

 

Das wirkt sich auch fernab der Krisengebiete auf Truppenübungsplätzen in Deutschland aus, wenn für multinationale Einsätze geübt wird. In Bergen (Nds.) wurde erstmals ein Panzerbataillon der Bundeswehr nach dem Ende des kalten Krieges wieder neu aufgestellt. Die bereits ausgemusterten Leopard-2-Panzer mussten dazu von der Industrie zurückgekauft werden. Intensiverer Panzerfahrbetrieb und freilaufende Übungen, an denen  unterschiedliche Nationen beteiligt sind, werden die von Bundesforst betreuten Liegenschaften zunehmend beanspruchen. Auch die Fähigkeiten, Luftlandeoperationen durchzuführen, werden weiter ausgebaut und haben Einfluss auf die Gestaltung von militärischen Übungsflächen.

 

Forstfläche Funktionsräume

 

Bundesforst teilt Militärflächen in sogenannte forstliche Funktionsräume ein (Schießbahnen, Biwakplätze, Panzer-Fahrgelände usw.). Durch diese Kategorisierung werden die Räume optimal nach den militärischen Erfordernissen und unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher und ökologischer Kriterien zielgerichtet durch Bundesforstleute gepflegt. Das Prinzip hat sich bewährt. Durch veränderte geostrategische Lagen und damit verbundene geänderte taktisch-operative Einsatzszenarien sind zukünftig möglicherweise häufiger Änderungen bei der Kategorisierung zu erwarten. Eine größere Flexibilität bei der forstlichen Dienstleistung gegenüber  den nationalen und alliierten militärischen Nutzern ist also zukünftig zu erwarten! Dabei sind die Streitkräfte auch gut beraten, Übungsflächen und damit Handlungsoptionen für die Zukunft nicht leichtfertig aufzugeben! Wir sind gespant, ob sich dazu auch Aussagen im neuen Weißbuch finden, das zur Zeit überarbeitet wird!

 

U. D.

 


 

Vorstand und Delegierte des BDF-Bundesforst vor der BImA-Zentrale in Bonn mit BImA-Vorstand Axel Kunze (2. v. l.) und dem Spartenleiter Bundesforst Gunther Brinkmann (3. v. l.)

Delegiertenversammlung in Bonn

 

Wie bereits in der vorherigen Ausgabe angekündigt, fand am 07. und 08.06.2015 die Delegiertenversammlung des BDF-Bundesforst am Standort der BImA-Zentrale in Bonn statt.

Zunächst standen verbandsinterne Themen auf der Agenda. Neben der erfreulichen Mitgliederentwicklung wurde der Blick schon mal in die fernere Zukunft gerichtet. Im Jahr 2016 findet der Bundesverbandstag des BDF Bundesverbandes mit Neuwahlen statt. Ein Jahr später stehen auch schon wieder Neuwahlen beim BDF-Bundesforst an. Außerdem feiert der BDF-Bundesforst im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

Wie immer, fand auch wieder turnusmäßig ein Gespräch mit dem für Bundesforst zuständigen BImA-Vorstand Axel Kunze sowie dem Spartenleiter Bundesforst Gunther Brinkmann statt. Diesmal waren wir zu Gast in der BImA-Zentrale.

 

3. Tranche NNE

Die Beschlussfassung des Haushaltsausschusses zur 3. Tranche des Nationalen Naturerbes verzögert sich. Grund ist, dass sich einige potenziellen Flächenempfänger noch nicht abschließend geäußert haben. Außerdem will der Haushaltsausschuss nicht nur über die Flächenliste sondern auch über die Auswahl der Flächenempfänger abschließend entscheiden. Das Thema NNE wird auch in Zukunft „virulent“ bleiben. Allerdings ist der Handlungsspielraum begrenzt. Die Bundeswehr wird angesichts der geo- und sicherheitspolitischen Entwicklung zukünftig wohl nicht mehr so leichtfertig militärische Übungsflächen abgeben.

 

Projekt 71

Das Projekt 71, zu Zuführung von Landwirtschaftsflächen von der Sparte FM an die Sparte BF, schreitet voran. Die abgestimmte und bereinigte Flächenliste liegt nunmehr vor. In Summe geht es um etwa 16.000 ha. Die Liegenschaftsakten sind nicht in einem ursprünglich geplanten aktuellen Zustand, sondern müssen dann noch von der Sparte BF aufbereitet werden. Da dürfte für einige Bundesforstbetriebe eine große personelle Herausforderung werden. Wie diese gemeistert werden soll, ist noch unklar. Es besteht die Möglichkeit, bisher mit der Aufgabe betrautes Personal von der Sparte FM in die Sparte BF zu übernehmen. Dieses Personal befindet sich jedoch an dislozierten Standorten. Im Zeitalten von Telearbeit sollte dies aber kein unlösbares Problem darstellen! Die Alternative wären Neueinstellungen für diese zusätzliche Aufgabe.

Das zugeführte Flächenportfolio versetzt die Sparte BF in die Lage, einen Teil dieser Flächen für Kompensationsmaßnahmen des Bundes (Verkehrsinfrastruktur, Stromtrassen usw.) dauerhaft vorzuhalten. Diese sollen dann auch als Anlagevermögen gehalten werden. Die Restflächen bleiben Teil des Umlaufvermögens und gehen sukzessive in den Verkauf.

 

Organisationsreform BImA

Die Sparte Bundesforst ist von der Organisationsreform der BImA auf Grundlage der Untersuchungsdaten von  ProStrukturA nur mittelbar betroffen. Die Beschäftigen sind betroffen, weil sich die Schnittstellen der Interessenvertretungen verändern werden. Die Dienstelleneigenschaft der Direktionen OP wird aufgehoben. Hier sind dann zukünftig keine Personalräte mehr zu installieren. Zu welchem Zeitpunkt dies erfolgt, ist allerdings noch unklar. Im Optimalfall fällt dieser Schritt mit den regulären Personalratswahlen im Bundesbereich im Mai 2016 zusammen. In einem anderen Fall müßte zweimal in relativ kurzen Abständen neu gewählt werden. Das sollte aus Sicht des BDF-Bundesforst möglichst vermieden werden!

Der Verband wird sich mit dem Thema weiter intensiv beschäftigen und rechtzeitig strategische Handlungsempfehlungen für die regionale Organisation der Personalvertretungsgremien der Zukunft geben. Letztendlich müssen die betroffenen Belegschaften darüber jedoch eigenständig entscheiden.

 

Ausschreibungspraxis

Der BDF-Bundesforst hat bei dem Gespräch noch mal zum Ausdruck gebracht, dass die Ausschreibungskaskade, zunächst intern und dann extern, konsequent eingehalten werden sollte. Um schnellere Entscheidungsprozesse zu haben, könnten bei den externen Ausschreibungen auch grundsätzlich interne Bewerbungen zugelassen werden. Das Bestandspersonal sollte auf jeden Fall die Chance zur beruflichen Weiterentwicklung haben. Ein transparenter und fairer Wettbewerb sollte das bevorzugte Verfahren sein!

 

Personalgewinnung

Der BDF-Bundesforst hat in dem Gespräch wiederholt darauf hingewiesen, dass die Rahmenbedingungen in der BImA attraktiv sein müssen, um auch künftig gut qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen. Die Sparte Bundesforst steht bereits jetzt in einem harten Wettbewerb mit anderen attraktiven forstlichen Arbeitgebern. Die erfolgte pPBE läßt hoffen, dass zukünftig eine aufgabengerechte Personalausstattung gewährleistet ist und die unsäglichen Zeit- und Sachgrundbefristungen der Vergangenheit angehören werden. Das eröffnet dann auch Spielräume für ein bundesforstspezifisches Trainee-Programm. Auch verstärkt angeboten Praktika im Rahmen der forstlichen Hochschulausbildung können ein geeignetes Instrument sein.

Der BDF-Bundesforst hat darauf aufmerksam gemacht, dass auch die Möglichkeiten der tariflichen Eingruppierung durch die neue Entgeltordnung Bund des TVöD ausgeschöpft werden müssen. Eine pauschale Deckelung bestimmter Verwendungen, z. B. den Revierdienst auf sogenannten geschlossenen Platzrevieren auf die Entgeltstufe 10, ist vor diesem Hintergrund keine glückliche Entscheidung. Aber sie ist vor allem auch nicht sachgerecht: Die tarifliche Eingruppierung ist ein individueller Akt, der sich an den konkreten Tätigkeiten orientieren muß!

Weitere Themen waren die Zukunft der Zollkleiderkasse, die Höhe der Dienstkleidungsentschädigung und die Verwendung von Schalldämpfern. Hier werden mittelfristig Änderungen zu erwarten sein.

 

U. D.


 

 

Weitere BImA-Flächen im Nationalen Naturerbe

 

Bundesweit wurden noch einmal 31.000 Hektar für den Naturschutz gesichert

Berlin/Bonn, 18. Juni 2015. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 17. Juni 2015 der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formulierten Erweiterung des Nationalen Naturerbes zugestimmt – der sogenannten 3. Tranche. Hierfür werden gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) von der Privatisierung ausgenommen und an interessierte Länder, Umweltverbände oder -stiftungen übertragen.

Bereits in den Jahren 2005 und 2009 beschlossen die damaligen Regierungskoalitionen, insgesamt 125.000 Hektar im Bundeseigentum befindlicher national bedeutsamer Naturschutzflächen als Nationales Naturerbe (NNE) zu sichern. Es handelte sich dabei um Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Letztere hat in den sogenannten Tranchen 1 und 2 des NNE bereits über 90.000 Hektar Fläche bereitgestellt.

Der aktuelle Beschluss zum NNE umfasst eine Flächenkulisse von 31.055 Hektar mit Liegenschaften in nahezu allen Bundesländern. Interessierten Ländern, Umweltverbänden oder -stiftungen werden die Flächen jetzt zur Übernahme angeboten.

„Über alle drei Tranchen des NNE stellt die BImA insgesamt über 120.000 Hektar naturschutzfachlich wertvolle Flächen zur Verfügung, damit die Belange der Natur auf diesen Flächen auf Dauer Vorrang haben“, so Axel Kunze, Vorstandsmitglied der BImA.

Neue Flächenempfänger

Die Flächen des NNE werden schrittweise an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), an die Länder oder an von diesen benannte Naturschutzorganisationen übertragen. Der Großteil der Flächen des NNE wird auch nach der Übertragung an Dritte weiter vom BImA-Geschäftsbereich Bundesforst betreut. Die neuen Flächenempfänger profitieren damit seit Beginn des NNE vor nunmehr fast zehn Jahren von der Erfahrung, der Ortskenntnis und dem Fachwissen vom Bundesforst.

Finden Flächen keine neuen Eigentümer, verbleiben sie bei der BImA und werden als sogenannte Bundeslösung durch den Bundesforst entsprechend der jeweiligen naturschutzfachlichen Zielsetzung betreut: Die Bundesförsterinnen und -förster erhalten und pflegen offene Lebensräume mit seltenen Arten und entwickeln naturnahe Wälder, die anschließend sich selbst überlassen werden. Weiterhin werden Feuchtgebiete sowie Gewässer unterhalten und gegebenenfalls ökologisch aufgewertet.

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Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist die zentrale Dienstleisterin für Immobilien des Bundes. Sie gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung & -verkauf und der Bundesforst. Sitz der Zentrale ist Bonn.

Rund 25.000 Liegenschaften, 490.000 Hektar Grundstücksfläche, davon 360.000 Hektar Wald, sowie 38.000 Wohnungen repräsentieren eines der größten Portfolien Deutschlands. Das Spektrum reicht von Wohn-, Industrie- und Gewerbeimmobilien über ehemals militärische Flächen bis hin zu forst- und landwirtschaftlichen Flächen. Die Bundesanstalt führt Konversionsimmobilien der Bundeswehr und der ausländischen Streitkräfte zivilen Folgenutzungen zu. Gemeinsam mit Kommunen werden Verwertungsmodelle, Potenzial- und Marktanalysen, städtebauliche Verträge sowie Erschließungs- und Nutzungskonzepte entwickelt. Die Bundesanstalt ist die kompetente Ansprechpartnerin für die Nutzung und Verwertung von Bundesimmobilien.


 

Personalentwicklung und BImA-Organisationsreform

 

Am 20.03.2015 endete die Erhebungsphase zur die prozessorientierte Personalbedarfsermittlung (pPBE). Von 6.356 versandten Bögen wurden 5.803 ausgefüllte Bögen von den Beschäftigten zurückgeschickt. Das entspricht einer Rücklaufquote von 91,3%. Angesichts der vielfältigen Klagen über das Verfahren ein erstaunlich hoher Wert. Neben den bereits in BDF aktuell 01/2015 genannten Kritikpunkten wurde von vielen Beschäftigten vor allem bemängelt, dass sie sich in den angebotenen formulierten Teilprozessen in der Beschreibung ihrer täglichen Arbeit größtenteils überhaupt nicht wiedergefunden haben!

Der Hauptpersonalrat (HPR) der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)  hat nach der Vorstandsentscheidung zur Organisationsreform Ende Februar und der Auftaktveranstaltung Mitte Februar anhand des Projeksteckbriefes die Möglichkeit genutzt, um Schwerpunkte und Grundsätze für den Organisationsprozess zu formulieren: Hierzu gehören ein leistbares Arbeitspensum für die Beschäftigten sowie sachdienliche und zügige Entscheidungsstrukturen. Gefordert wird außerdem die Klärung des Selbstverständnisses der BImA. So haben viele Beschäftigte den Eindruck, dass die BImA sich mehr und mehr zur „Leistungseinkäuferin“ entwickelt, statt als Dienstleisterin eigene operative Kompetenzen mit eigenem Fachpersonal zu stärken. Kernelement einer Organisationsreform muss nach Ansicht des HPR zunächst die Erarbeitung einer Struktur für die Erledigung der fachlichen Aufgaben der Kernprozesse sein. Erst dann können Strukturen für den unterstützenden Service daran angepaßt werden. Der HPR fordert auch bei der jetzt vorgesehenen Umsetzung der Organisationsschritte Sozialverträglichkeit ein. Dienstortwechsel sollten möglichst vermieden werden. Dieses Prinzip habe sich in der Vergangenheit bewährt und ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die früheren Organisationsmaßnahmen in der Belegschaft eine hohe Akzeptanz gefunden haben. Die Interessenvertretungen der Beschäftigten werden den Reformprozess weiterhin konstruktiv begleiten.

 

U. D.


Qualifizierung zum Forstwirtschaftsmeister

 

Wie bereits in der Ausgabe 06/2013 von „BDF aktuell“ berichtet, sollen in der Sparte Bundesforst zukünftig Forstwirtschaftsmeister bei der Forstwirtausbildung und als Sicherheitstrainer für die Waldarbeitergruppen eingesetzt werden. Einige wenige Kollegen mit entsprechender Qualifikation als Forstwirtschaftsmeister haben nach erfolgreicher sparteninterner Bewerbung ihre entsprechenden Tätigkeiten bereits aufgenommen. Für zehn weitere Forstwirte begann unlängst der gemeinsame Vorbereitungslehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister an der Waldarbeitsschule in Kunsterspring (Brandenburg). Der Vorbereitungskurs umfaßt die Abschnitte Berufsausbildung, Mitarbeiterführung, Produktion, Dienstleistung sowie Betriebs- und Unternehmensführung. Die zukünftigen Sicherheitstrainer erhalten nach ihrem Abschluß als Forstwirtschaftsmeister noch eine Zusatzausbildung am Forstlichen Bildungszentrum in Hachenburg (Rheinland-Pfalz).

Wir wünsche allen Kollegen viel Erfolg und Freude bei der Qualifizierung und in der späteren neuen Verwendung!

 

U. D.

Auf Flächen mit Naturschutzvorrang sind umfassende Dienstleistungen nachgefragt
Anlagen für erneuerbare Energien und Kompensationsmaßnahmen machen komplexe Planungsprozesse erforderlich

 


Bundesforst: Forstwirtschaft und Umweltdienstleistungen

                                                                 

Die Bundesforstverwaltung war seit ihrer Gründung im Jahr 1953 keine „gewöhnliche“ Forstverwaltung sondern wegen der besonderen Zweckbestimmung der von ihr betreuten speziellen Liegenschaften (militärische Übungsplätze, Fliegerhorste, Munitionslager, Kasernenanlagen, Bundeswasserstraßen usw.) von Beginn an einem nutzerorientierten Geländemanagement verpflichtet. Im Vordergrund stand und steht der Schutz und Erhalt und gegebenenfalls die Wiederherstellung der natürlichen Ressourcen. Dabei war bei den Bundesforstleuten immer schon eine besondere Kunden- und Serviceorientierung gefragt. Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf verschiedene kundenspezifische Anforderungen im Geländemanagement einzustellen (Bundeswehr, alliierte Gaststreitkräfte, Bundeswasserstraßen und -schifffahrtsverwaltung, Straßenbauverwaltungen usw.) sowie eine maßgeschneiderte Beratung gehören zu den ausgeprägten Fähigkeiten der Beschäftigten im Bundesforstdienst. Auch wenn forstliches Handwerk für die waldbaulichen und naturschutzfachlichen Herausforderungen zum unverzichtbaren Rüstzeug der Beschäftigten gehört, so ist doch die besondere Dienstleistungsorientierung von Bundesforst ein besonderes Qualitätsmerkmal, das nicht zuletzt bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder eine große Bedeutung hat. Mit Gründung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Jahr 2005 wurde die Geschäftstätigkeit von Bundesforst schließlich strategisch neu ausgerichtet und der Ausbau von Dienstleistungen für die Bundesressorts, Eigentümer von Flächen mit Naturschutzvorrang und weitere Kunden durch die Schaffung der rechtlichen Grundlagen im BImA-Errichtungsgesetz intensiviert.

Kompensationsmaßnahmen

Zum Geschäftsfeld mit hohem Entwicklungspotenzial gehören Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur und Landschaft. Durch eine grundsätzlich knappe Verfügbarkeit von geeigneten Kompensationsflächen und stark differenzierte Eingriffsbewertungen der jeweils zuständigen Fachbehörden handelt es sich um einen sehr anspruchsvollen Dienstleistungsbereich. Vorrang haben stets die Bundesressorts. Durch Infrastrukturprojekte des Bundes (Fernstraßen, Wasserstraßen, militärische Baumaßnahmen usw.) gibt es allein in diesem Bereich großen Bedarf. Wichtige Kunden sind aber auch große Unternehmen, die überregional agieren (z. B. Deutsche Bahn, Energieversorger, -netzbetreiber). Die Zentrale Bundesforst hat bei dieser Kundengruppe eine koordinierende Funktion . Die Umsetzung erfolgt stets durch die Bundesforstbetriebe mit ihrem Fachpersonal vor Ort. Dabei gibt es jeweils individuelle maßgeschneiderte Angebote von der lediglich reinen Flächenbereitstellung (Verkauf oder Verpachtung) bis zum Vollservice-Angebot mit Planung, Umsetzung und Monitoring. Bundesforst hat durch seine bundesweite Organisationsstruktur und das attraktive Flächenportfolio einen Wettbewerbsvorteil in diesem Kundensegment. Es gibt kaum eine Kompensationsmaßnahme, die Bundesforst nicht anbieten kann. Dabei geht es nicht nur um naturschutzfachliche Maßnahmen im Wald sondern auch in geeigneten Offenlandbiotopen: Wiedervernässung von Mooren, Beweidung zur Schaffung halboffener Weidelandschaften mit Wild- oder Nutztierarten (Wisente, Elche, Heckrinder, Wildpferde, Esel, Ziegen, Schafe) sowie das technisch und fachlich anspruchsvolle Feuermanagement. Bundesforst hat sich in diesem Geschäftsfeld mittlerweile einen exzellenten Ruf bei den Forst- und Naturschutzbehörden und auch im nichtamtlichen Naturschutz erworben. Die Bündelung von überregionalen Verfahren aus einer Hand kann Planungs-und Umsetzungszeiträume verkürzen und ist für viele Investoren eine interessante Option. Bei der Konzentration von Maßnahmen  auf Konversionsliegenschaften werden außerdem landwirtschaftliche Produktionsflächen geschont. Auf solchen Flächen ist zudem ein hohes ökologisches Aufwertungspotenzial zu finden (Entsiegelung usw.).

Energiewende

Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende hat unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der BImA. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, wurde in der Zentrale ein „Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien“ eingerichtet. Das bundesweite Portfolio aus etwa 27.000 Liegenschaften wird dort auf seine Eignung für erneuerbare Energien untersucht. Dabei steht vor allem die Windkraft und Fotovoltaik im Fokus. Die Fachleute in den Bundesforstbetrieben unterstützen das Kompetenzzentrum. Die Projekte sind überaus komplex: Zunächst müssen die Windhöffigkeit und Sonneneinstrahlung ermittelt werden. Größte Herausforderung bildet das Planungsrecht mit seinen jeweils landesspezifischen Rahmenbedingungen sowie regionalen und kommunalen Besonderheiten. Zahlreiche Fachplanungen müssen berücksichtigt werden. Sind geeignete Flächen identifiziert, werden diese öffentlich in den allgemeinen Medien, den Fachmedien und auf der Internetseite „erneuerbare-energien.bundesimmobilien.de“ angeboten. Nach einem „nichtförmlichen Bieterverfahren“ wird  die betreffende Fläche an den Vertragspartner verkauft oder durch einen Gestattungsvertrag mit 20- bis 25-jähriger Laufzeit überlassen. Auch für dieses Geschäftsfeld erweisen sich oftmals Konversionsflächen als besonders geeignet. Da auch Windkraft- und Fotovoltaikanlagen einen Eingriff in Natur und Landschaft darstellen, kann Bundesforst auch die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen verwirklichen und dadurch Synergieeffekte erzielen.

Nationales Naturerbe

Seit dem Jahr 2005 wurden in bisher drei Tranchen über 125.000 ha gesamtstaatlich repräsentativer Naturschutzflächen des Bundes als „Nationales Naturerbe“ (NNE) gesichert und unentgeltlich an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), andere Stiftungen oder die Bundesländer übertragen. Einige tausend Hektar sind als sogenannte „Bundeslösung“ im Eigentum der BImA geblieben. Bundesforst hat mit den Flächenempfängern Dienstleistungsverträge geschlossen, in denen die Aufgaben und Abrechnungsmodalitäten geregelt worden sind. Das ist die Liegenschaftsverwaltung, die Buchführung, die naturschutzfachliche Geländebetreuung und –bewirtschaftung der Wald-, Offenland- und Feuchtgebiete sowie Gewässer. Dazu gehört das naturschutzfachlich orientierte Wildmanagement und Rangerdienste. Bundesforst hat mittlerweile einen großen Erfahrungsschatz bei der Betreuung dieser Flächen mit Naturschutzvorrang erworben.

Die Erschließung neuer Geschäftsfelder für Forstverwaltungen und –betriebe kann sinnvoll sein. So können dadurch wegfallende bisherige Aufgaben kompensiert werden. Als zusätzliche Aufgaben müssen jedoch zunächst die organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört auch eine zielgerichtete Fortbildung der  Beschäftigten. Auf diese wird in der BImA großer Wert gelegt!

U. D.      


Ausschreibungen bei Bundesforst zukünftig zentralisiert

 

Das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren für externe Bewerberbungen als Tarifbeschäftigte im gehobenen und höheren Forstdienst findet zukünftig in der Zentrale statt und löst damit das regionale Verfahren in den Direktionen ab. Ziel dieser Verfahrensänderung ist u. a., daß der Charakter der Bundesanstalt als eine bundesweit agierende Arbeitgeberin besser wahrgenommen werden soll. Außerdem verspricht sich die BImA davon eine bessere Qualität bei der zukünftigen Personalauswahl, weil ein bundesweiter Überblick über das vorhandene Bewerberpotential eröffnet wird und so der Grundsatz der Bestenauslese beim Zugang zum öffentlichen Amt für die Bundesanstalt als Ganzes sachgerechter umgesetzt werden könne. Weiterhin kann das Problem der Mehrfachbewerbungen bei unterschiedlichen BImA-Dienststellen, die zu vielfach kaum auflösbaren Konkurrenzen um qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber im eigenen Unternehmen führen, aufgelöst werden.

Der Hauptpersonalrat hatte gegen das Zentrale Verfahren Einwendungen erhoben, die von der BImA jedoch zurückgewiesen worden sind.

U. D.


Methodisches Konzept zur Personalbedarfsermittlung

 

Bereits in der Januarausgabe von „BDF aktuell“ wurde über die Notwendigkeit und den Hintergrund der prozessorientierten Personalbedarfsermittlung (pPBE) berichtet. Nunmehr fanden im Februar in der BImA entsprechende Multiplikatorenschulungen zum Thema statt, so daß alle Beschäftigten in das Verfahren und die Erhebungsbögen eingewiesen sind. Als Problem erweist sich, daß der Kern des Verfahrens die Herleitung der Aufgaben aus dem Geschäftsprozessmanagement (GPM) ist. Weil die Aufgaben rückwirkend für das Jahr 2014 betrachtet werden, setzt dies eigentlich voraus, daß das GPM tatsächlich umgesetzt und gelebt wird. Dies kann so für die BImA allerdings nicht konstatiert werden, so daß die Belastbarkeit hierauf basierender Analyseergebnisse für die zu beantwortenden Fragen angezweifelt werden können.

Leiharbeit und Mehrbelastungen

Leistungen der BImA, die durch gestelltes Personal, Leiharbeitnehmer/innen (spielen im Bundesforstdienst kaum eine Rolle) oder an Dritte ausgelagert worden sind, werden durch die Erhebungsbögen nicht erfaßt und somit nicht das gesamte Aufgabenvolumen der BImA dargestellt. Nur über das Ausfüllen der Spalte „Bemerkungen“ ist es den Beschäftigten möglich, ihre über 100% hinausgehende Belastung darzustellen. Dies betrifft u.a. Überstunden, Arbeiten über das Tageslimit, Vertretungsarbeiten für langfristig Abwesende sowie für nicht besetzte Arbeitsplätze/Dienstposten und die Überstunden über die Kappungsgrenze (40 Stunden) am Jahresende. Das ist für die Berechnung des tatsächlichen Personalbedarfs von großer Bedeutung, denn schließlich muss dauerhaft von einer „nur“ 100% Arbeitsleistung ausgegangen werden!

Dilemma Zeitdruck

Neben den fachlichen Fragen und der Kritik an der Systematik muß der extreme Zeitdruck durchaus kritisch gesehen werden: Das Organisationshandbuch des Bundesministeriums des Inneren (BMI) geht beim gewählten Verfahren von einer Projektphase von mindestens 2 Jahren aus. Die BImA will dies in 8 Monaten erledigen. Das darf keinesfalls zu Qualitätsmängeln führen! Schließlich sollen die Zahlen eine mittelfristige Halbwertszeit haben. Das ist schwer genug, bei einem laufenden Organisationsverfahren ProStrukturA (siehe „BDF aktuell“ 02/2015)!

Der Zeitdruck ist aber eine kaum aufzulösende Rahmenbedingungen, wenn die BImA in einem überschaubaren Zeitraum wieder neues Personal dauerhaft einstellen möchte, denn dazu muß sich der Personalbedarf im Stellenplan der Bundeshaushaltplans wiederfinden und vom Bundestag beschlossen werden. Hier gibt es klare Fristen einzuhalten.

Revierdienst

Für den Revierdienst sind ja bereits aktuelle Zahlen zum Arbeitsvolumen ermittelt worden und liegen für jedes Forstrevier durch die Zentrale qualitätsgesichert vor. Dies vereinfacht die Arbeit für die Beschäftigten im Revierdienst, denn die ermittelten Zahlen können als vergleichende orientierende Grundlage genutzt werden und müssen nur noch, soweit sich nach der Erhebung organisatorisch nichts geändert hat, an die pPBE-Systematik angepasst werden. Für alle anderen empfiehlt sich ein Blick in die KLR-Zeitaufschreibung, soweit diese von den Beschäftigten für persönliche Zwecke aufgehoben worden sind.

Forstwirte

Forstwirte nehmen, wie berichtet, nicht an der Datenerhebung zum pPBE teil. Der Personalbedarf für diese Beschäftigtengruppe wird durch eine Experteneinschätzung berücksichtigt und findet so seinen Niederschlag im zukünftigen Stellenplan. Damit besteht also ausdrücklich nicht die Zielstellung, daß dieses Berufsbild in der Sparte Bundesforst „auf Null“ heruntergefahren wird, sondern diese weiterhin eine große Bedeutung im operativen praktischen Dienstleistungsgeschäft der BImA haben!

 

U. D.


Organisation der neuen BImA nimmt Konturen an

 

Zum Jahresende 2014 stellte der BImA-Vorstand anläßlich des Zieleforums für die Führungskräfte sowie beim Personalräteforum vor, wie es nach der Unternehmensanalyse „ProStrukturA“ und dem entsprechenden Bericht des Bundesrechnungshofes weitergehen soll.

Nachdem das Gutachten der Unternehmensberatung Steria Mummert bereits Mitte des Jahres im Intranet veröffentlicht worden war, gab es für die Beschäftigten zunächst eine Zeit lang keine neuen Informationen. Nach der Einarbeitung des neuen Vorstandsmitglieds Dr. Leis sowie einer intensiven Phase der Analyse und der Diskussion mehrerer Varianten, den Gesprächen mit den Spartenleitungen und den Direktionsbeauftragten hat der Vorstand mittlerweile eine Reihe von grundsätzlichen Positionierungen vorgenommen. Dabei hat sich der Vorstand von der Grundüberzeugung leiten lassen, ein ganz pragmatisches Zielmodell vorzuschlagen.  Dieses Modell muss  nun in einem nächsten Schritt und in recht kurzer Zeit mit dem Bundesfinanzministerium (BMF) abgestimmt werden. Trotzdem hat sich der BImA-Vorstand im Laufenden Verfahren für Transparenz und eine offene Kommunikation gegenüber den Beschäftigten entschieden.

Eckpunkte

Klar ist jedoch, dass die vorgestellten Veränderungen noch einen „Feinschliff“ benötigen. Verständigt hat sich der Vorstand somit derzeit auf Eckpunkte mit folgenden Kernelementen:

  • Vorläufig soll es keine Standortschließungen oder –zusammenlegungen geben. Diese Entscheidung soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden.
  • Die Dienststelleneigenschaft der Direktionen soll wegfallen.
  • Künftig soll  es sechs Sparten geben.
  • Neu ist die  Sparte „Zentrale Dienste“. Hier sollen primär alle „internen Dienstleister“ zusammengeführt werden, so Organisation und Personal, Informationstechnik,  Einkauf und Geschäftsprozessmanagement. 
  • Das Facility Management soll umorganisiert werden. Ziel ist eine Ausrichtung, die eine Aufgabenbündelung und -spezialisierung ermöglicht. 
  • Verkauf und Portfoliomanagement sollen  zur Sparte „Assetmanagement und Verkauf“ zusammengeführt werden.
  • Die Sparten Finanzen, Verwaltungsaufgaben und Bundesforst werden nicht umstrukturiert, allerdings soll die Sparte Finanzen im Hinblick auf ein umfassendes Unternehmens-Controlling weiterentwickelt werden.

So geht es weiter

Im Anschluss an die intensiven Gespräche mit der Rechts- und Fachaufsicht wird es das Ziel sein, bis Mitte Januar 2015 als ersten Schritt einen grundsätzlichen Beschluss zu den Eckwerten zur Umgestaltung zu fassen. Danach muss insbesondere die Neueinrichtung der Sparte „Zentrale Dienste“, die Umorganisation der Sparte Facility Management sowie die Fusion der bisherigen Sparten PM/VK im Detail ausgearbeitet und vorbereitet werden, mit der Rechts- und Fachaufsicht abgestimmt werden, ehe es auch formal zu einer Umorganisation kommen wird. Als Ziel für den Abschluss der Umorganisation ist Ende 2016 angestrebt. Selbstverständlich werden dabei alle Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte der Personalvertretungen sowie die Rechte sonstiger am Verfahren Beteiligter geachtet. Darüber hinaus unterstreicht der Vorstand  seine Bereitschaft, konstruktiv mit allen Interessenvertretungen zu sprechen, damit die BImA und die Beschäftigten eine gute Zukunft haben werden.

Die Sparte Bundesforst ist also von ProStrukturA nicht direkt sondern nur am Rande betroffen. Zu klären ist zum Beispiel, wie nach Wegfall der Direktionen zukünftig die Durchführung von einzelnen Organisations- und Personalmaßnahmen erfolgen soll und wo die Gremien der Personalvertretung implementiert werden.

 

U. D.


Prozeßorientierte Personalbedarfsermittlung (pPBE) in der BImA

 

Wie bekannt, sorgt ein fehlender Personalbedarfsplan dafür, dass in der BImA kaum noch unbefristete Arbeitsverhältnisse begründet werden dürfen. Dies darf erst wieder nach Vorlage eines Personalbedarfsplans beim Bundesministerium der Finanzen erfolgen bzw. wenn dieser dann im entsprechenden Haushaltsgesetz schließlich Berücksichtigung findet.

Betroffen sind alle Sparten in der Bundesanstalt. Angesichts des bereits harten Wettbewerbs um gutes Personal im Forstbereich, ist das derzeit ein echter Nachteil für die Sparte Bundesforst. Spötter reden schon von der „Generation Zeitvertrag“. Dabei ist die Situation für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen alles andere als witzig! Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde nun die prozessorientierten Personalbedarfsermittlung (pPBE) initiiert.

Hintergrund

Eine „pPBE“, die auch den Anforderungen eines entsprechenden „Handbuches des BMI“ genügen muss, soll zunächst intern, anschließend aber auch gegenüber der Rechts- und Fachaufsicht Personalbedarfe identifizieren und anschließend darstellen können. Sie ist also zwingende Voraussetzung um ggf. notwenige zusätzliche Haushaltsstellen für Einstellungen oder dauerhafte Übernahmen erhalten zu können.

Der durchaus ehrgeizige Zeitplan sieht eine sehr zügige Bestandsaufnahme der derzeit erledigten Aufgaben in der BImA vor – hier soll sich des Geschäftsprozessmanagements und einer darauf basierenden Befragung der Beschäftigten bedient werden. Die anschließende Aufgabenkritik ist – nicht zuletzt auch mit Blick auf die künftige inhaltliche Entwicklung der BImA- ein zentraler Baustein!

Der BDF-Bundesforst und weitere Gewerkschaften sowie der Hauptpersonalrat hatten seit Gründung der Bundesanstalt immer wieder eine solche konzeptionelle Beantwortung der Frage „Was machen wir wo und mit welcher internen Kompetenz und welches Personal brauchen wir dazu zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Qualifikation?“ gefordert.

Der BDF-Bundesforst hofft  angesichts der Eilbedürftigkeit um einen zügigen, jedoch auch gründlichen Verfahrensablauf!

Ziel

Beabsichtigt ist die Feststellung und Überprüfung des für alle BImA-Aufgaben erforderlichen Personalbedarfs mit einem einheitlichen Verfahren auf Basis der definierten Geschäftsprozesse der BImA. Außerdem sollen die Grundlagen für eine zeit- und sachgerechte Aufgabenerledigung mit angemessener Auslastung der Aufgabenträger für alle Daueraufgaben ermittelt werden. Dies schafft die Grundlagen zur Ableitung von Anforderungen an eine angepaßte personelle Besetzung der Daueraufgaben. Während des Prozesses sollen Erhebungsmethoden entwickelt werden, die eine kontinuierlich PBE ermöglichen. Am Ende steht die Ermittlung des Personalbedarfs für die kommenden 5 Jahre auf der Grundlage der derzeitigen Organisation. In wie weit später dann Organisationsänderungen von ProStrukturA Berücksichtigung finden, ist derzeit unklar.

Verfahren

Das Verfahren sieht vor, dass ab Februar 2015 die Datenerhebung beginnen soll. Daran wirken alle Beschäftigten -außer u. a. Waldarbeiter und Führungskräfte ab Betriebsleiter Bundesforst- aktiv mit. Dazu werden Datenerhebungsbögen an alle Beschäftigten verschickt, die rückschauend für den Erhebungszeitraum 01.01.2014-31.12.2014 mit Zeitanteilen zu vorformulierten Aufgaben auszufüllen sind. Vorab erhalten alle Beschäftigten noch weitere Informationen in Multiplikatoren-Schulungen. Innerhalb von 4 Wochen sind die pseudonymisierten Erhebungsbögen von den Beschäftigten direkt per Email an ein entsprechendes Funktionspostfach zu senden. Dort werden die Erhebungsbögen von einer Clearingstelle auf offenkundige Fehler hin überprüft. Nur in solchen Fällen wird Rücksprache mit den betroffenen Beschäftigten genommen.  Anschließend werden die Ergebnisse stellentypenbezogen zusammengefaßt und den sogenannten Aggregationseinheiten zur Plausibilisierung zur Verfügung gestellt. Hier wird interessant, ob es zum Beispiel eine Verschneidung mit der bereits erfolgten Arbeitsvolumenermittlung auf Revierebene geben wird. Das Verfahren hatte gezeigt, dass die Revierverhältnisse bei Bundesforst sich in vier verschiedene Cluster aufteilen – es quasi im Revierdienst 4 Stellentypen gibt. Erst nach Abschluß der Plausibilisierung Ende April 2015 und nach Abschluß der Feedbackgespräche mit den Leier/innen der Aggregationseinheiten (Aufgabenkritik) werden die quantitativ ermittelten Ergebnisse der pPBE zum 30.09.2015 als Stellenbedarf zum Haushaltsansatz für 2016/2017 gemeldet.

Der BDF-Bundesforst bittet alle Beschäftigten darum, sich im Intranet der BImA stets über das Verfahren auf dem Laufenden zu halten!

 

U. D.        


 


 

 


 


 


 


EINKOMMENSRUNDE 2016 spezial

Das Magazin zur Einkommensrunde mit Bund und Kommunen

EINKOMMENSRUNDE 2016

Flugblatt 8: Forderungen

18.02.2016